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Fußball-Bundesliga : HSV feiert Sieg gegen Braunschweig

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Der Druck lastete schwer auf dem HSV - und nach sechs Minuten Spielzeit brachte Rafael van der Vaart mit seinem Tor große Erleichterung. Es war nicht das einzige der Partie.

Hamburg | Der Hamburger SV hat im Nordduell gegen Eintracht Braunschweig den ersten Saisonsieg eingefahren und seinen Heimfluch beendet. Mit dem 4:0 (2:0) gewann das Team von Trainer Thorsten Fink am Sonnabend erstmals seit dem 20. April wieder zu Hause. Im 1700.

Bundesliga-Spiel trafen Rafael van der Vaart (7.), Jacques Zoua (17.) und Hakan Calhanoglu (80./90.+1) für die Hanseaten. Damit gehen sie mit vier Punkten nach vier Partien in die Länderspielpause. Der Aufsteiger bleibt ohne Punkt. Die Fans der Niedersachsen störten eine halbe Stunde vor Spielende mit aufs Feld geworfenen Gegenständen die Partie, zudem kam es zu Tumulten im Gästeblock.

Wegen der Kritik in den vergangenen Wochen demonstrierten die Anhänger der Hamburger unter den 54.958 Besuchern vor Anpfiff auf der Nordtribüne ihr Vertrauen. Auf einem Transparent mit dem Schriftzug „50 Jahre Bundesliga und immer noch hungrig“ sowie mit einem überdimensionalen Dinosaurier-Plakat feierten die Fans die Gastgeber. Die begannen mit dem überragenden Maximilian Beister und Neuzugang Zoua im Sturm, für den schwachen Artjoms Rudnevs kam Petr Jiracek. Neuzugang Johan Djourou ersetzte Lasse Sobiech in der Verteidigung, hatte nach seiner Leistenoperation aber noch Schwierigkeiten.

Beister bereitete die ersten beiden Tore vor: So nutzte van der Vaart eine abgefälschte Flanke des U-21-Nationalspielers zu seinem dritten Saisontor. Dann setzte der sichere Keeper René Adler Beister ein, dessen Pass nutzte Zoua. Zudem lenkte Gäste-Schlussmann Daniel Davari einen scharfen Freistoß aus 25 Metern von Kapitän van der Vaart (24.) gerade noch über die Latte. Der HSV wurde immer gefährlicher bei Standardsituationen, hatte aber auch Probleme in der Abwehr. Weil sich Heiko Westermann immer wieder in den Spielaufbau einbrachte, wurde es ein ums andere Mal bei Kontern der Niedersachsen gefährlich.

Die von Torsten Lieberknecht auf fünf Positionen geänderte Mannschaft hielt allerdings nur zu Beginn dagegen. Die zuletzt kritisierten Dennis Kruppke und Omar Elabdellaoui blieben draußen, der lange verletzte Domi Kumbela kam zu seinem Startelfdebüt. Der neu in der Abwehr aufgebotene Ken Reichel hatte bereits nach drei Minuten eine Großchance, die Adler vereitelte.

Van der Vaart zeigte trotz seiner Oberschenkelprobleme vorbildlichen Einsatz und setzte seine Mitspieler immer wieder in Szene. Der vielfach kritisierte Niederländer zirkelte zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Freistoß auf den Kopf von Westermann (54.), der Innenverteidiger verfehlte knapp das Gehäuse. Kurz darauf scheiterte Zoua (57.) an Davari. Nicht gut aus sah der Keeper allerdings, als Calhanoglu bei seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung zum 3:0 traf. Zum Doppeltorschützen wurde der Youngster, als er per direktem Freistoß in der Schlussminute traf. Einziger Wermutstropfen war die Leisten-Verletzung von Milan Badelj.

Bereits am Sonntag soll das Tauschgeschäft mit Hertha BSC eingetütet werden. Der derzeit angeschlagene Pierre-Michel Lasogga soll dann den Medizincheck absolvieren. Dafür soll Per Skjelbred in die Hauptstadt gehen. „Wir sind uns mit der Hertha und dem Spieler im Prinzip einig“, sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer dem TV-Sender Sky. Eine Kaufoption bestünde für beide Clubs nicht.

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erstellt am 31.Aug.2013 | 17:47 Uhr

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