Champions League : Hoffenheim gegen Donezk: «Eisen-Ermin» soll voran gehen

Hoffenheims Ermin Bicakcic (M) jubelt mit seinen Mitspielern.
Hoffenheims Ermin Bicakcic (M) jubelt mit seinen Mitspielern.

Hoffenheim bietet in dieser Spielzeit attraktiven Fußball, doch ein ums andere Mal verspielt die Mannschaft von Trainer Nagelsmann eine Führung. Gegen Donezk soll das besser werden - sonst sind auch die Hoffnungen auf ein Weiterkommen im internationalen Fußball dahin.

shz.de von
27. November 2018, 08:15 Uhr

Die TSG 1899 Hoffenheim hat trotz der schwierigen Ausgangslage die Hoffnung auf den Achtelfinal-Einzug in der Champions League noch nicht aufgegeben. Das bekräftigte Abwehrspieler Ermin Bicakcic vor dem vorletzten Gruppenspiel gegen Schachtjor Donezk.

«Wir glauben alle daran, das Maximum rauszuholen. Erstmal gilt's, den ersten Schritt zu machen - der wäre morgen mit einem Dreier gesetzt», sagte der bosnische Nationalspieler.

Dass Bicakcic bei der Pressekonferenz für die Mannschaft sprechen durfte, drückte auch die Wertschätzung des Bundesligisten für den 28-Jährigen aus. Im Sommer noch war «Eisen-Ermin», wie er im Kraichgau genannt wird, auf dem Absprung. «Er hatte vor der Saison nicht das Mega-Standing, seine Entwicklung ist aber sehr, sehr gut», erklärte Trainer Julian Nagelsmann, der in Bicakcic den klassischen Innenverteidiger sieht: Er sei ein «Vorbild für alle Spieler, was Haltung in der Defensive angeht».

In zwölf Liga-Spielen hat der Tabellensechste bereits 18 Gegentore kassiert, in vier Partien der Champions League neun. Zuletzt verspielte Hoffenheim beim 3:3 bei Hertha BSC einen Sieg, und Nagelsmann beklagte öffentlich das Defensivverhalten seiner Mannschaft.

Der 31-Jährige hofft nun, dass seine harsche Kritik Wirkung zeigt. «Es geht nicht drum, jemand öffentlich in die Pfanne zu hauen, deshalb habe ich auch keine Namen genannt», erklärte er. «Dass die Botschaft zweieinhalb Tage später in den Medien hallt, ist auch gut. Ich hoffe, dass wir als gesamte Gruppe den Schalter umlegen.»

Vor allem der lange Ausfall von Benjamin Hübner, der nach einer schweren Gehirnerschütterung im August langsam wieder an die Mannschaft herangeführt wird, trifft die TSG. Zudem hat sich Kapitän Kevin Vogt in der häufig ungestellten Abwehr schon einige Patzer erlaubte. Torhüter Oliver Baumann fühlte sich in den vergangenen Wochen jedenfalls häufig allein gelassen.

«Es muss das Ziel sein, den Olli, mit allem was ich habe, zu schützen», forderte Nagelsmann. Für die Kraichgauer geht es darum, die minimale Chance auf das Achtelfinale zu wahren. Dabei ist der Club allerdings auf Ausrutscher von Olympique Lyon angewiesen. Mit einem Sieg gegen Donezk könnten die Gastgeber aber wenigstens als Tabellendritter die Europa-League-Zwischenrunde erreichen. Am letzten Spieltag am 12. Dezember geht es dann zum Topfavoriten und englischen Meister Manchester City.

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