FC-Bayern-Präsident : Hoeneß rückt von Kovac ab: Gegen Benfica aber auf der Bank

Uli Hoeneß stärkt Niko Kovac nicht mehr uneingeschränkt den Rücken.
Uli Hoeneß stärkt Niko Kovac nicht mehr uneingeschränkt den Rücken.

Uli Hoeneß hat nach dem in letzter Minute verspielten Sieg gegen Fortuna Düsseldorf die Zukunft von Trainer Niko Kovac beim FC Bayern München infrage gestellt.

shz.de von
24. November 2018, 19:48 Uhr

Der Präsident gab dem 47-Jährigen nach dem 3:3 keine Jobgarantie mehr. «Wir spielen am Dienstag gegen Benfica Lissabon, und da wird unser Trainer sicherlich Niko Kovac sein», sagte Hoeneß vor Journalisten in der Allianz Arena.

«Im Moment ist es kein Thema», sagte der 66-Jährige zur Trainerfrage, «weil wir uns jetzt vorgenommen haben, in aller Ruhe darüber zu schlafen und am Dienstag das schwere Spiel vor uns haben. Und dann müssen wir eine Analyse machen, wo wir eigentlich stehen. Für uns ist jetzt wichtig, dass wir Ruhe bewahren. Das fällt schwer, das gebe ich absolut zu.» Entscheidend sei aktuell, «dass wir alle Kräfte mobilisieren», um am Dienstag in der Champions League die Qualifikation für das Achtelfinale zu schaffen.

«Dann müssen wir uns schon nochmal zusammensetzen, wie es weitergehen soll. Denn das, was heute passiert ist, ist absolut nicht akzeptabel», sagte Hoeneß. «Tatsache ist, dass wir natürlich eine schwierige Ausgangsposition für den Rest der Saison sehen und wir müssen uns erstmal über das Wochenende alle Gedanken machen, wie wir aus dieser Situation das Beste machen.» Bei neun Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund aktuell noch von der Meisterschaft zu sprechen, «wäre doch etwas überheblich».

«Von diesem Schock muss ich mich jetzt erstmal erholen», sagte Hoeneß zur verspielten 3:1-Führung und dem vierten sieglosen Heimspiel am Stück. Der Präsident fällt ein vernichtendes Fazit über den aktuellen Zustand der Mannschaft. «Wir spielen sehr schlechten Fußball, einen uninspirierten Fußball und einen Fußball ohne Selbstvertrauen.» Hoeneß übte aber auch scharfe Kritik an den Profis, gerade wegen der Gegentore: «Man muss auch mal kritisch mit dem einen oder anderen Spieler umgehen, weil das ist hanebüchen, was da passiert ist.»

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