Nach Ablehnung von 50+1 : Hannover 96 reicht Klage beim Schiedsgericht ein

Clubchef Martin Kind möchte die 50+1-Regelung unbedingt.
Clubchef Martin Kind möchte die 50+1-Regelung unbedingt.

Vereinschef Martin Kind bleibt hartnäckig: Er will eine Ausnahmegenehmigung für die 50+1-Regel durchsetzen.

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02. August 2018, 16:07 Uhr

Hannover | Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat beim Ständigen Schiedsgericht für Vereine und Kapitalgesellschaften der Lizenzligen Klage wegen der abgelehnten Ausnahmegenehmigung für die 50+1-Regel eingereicht. Die Klage sei "frist- und formgerecht" am Mittwoch abgegeben worden, teilte der Verein am Donnerstag mit. Clubchef Martin Kind hatte in der vergangenen Woche angekündigt, auch beim Landgericht Frankfurt gegen den ablehnenden Bescheid der Deutschen Fußball-Liga DFL klagen zu wollen.

Die DFL hatte am 18. Juli den Ausnahmeantrag der 50+1-Regel der Niedersachsen nicht genehmigt. Die Regelung besagt, dass ein Stammverein in den ausgegliederten Kapitalgesellschaften der Proficlubs die Stimmen-Mehrheit behalten muss.

Kind, der mit kurzer Unterbrechung 20 Jahre an der Spitze des Vereins steht, und Hannover 96 pochen weiterhin auf eine Ausnahmegenehmigung, die bereits die Liga-Konkurrenten Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und 1899 Hoffenheim erhalten haben.

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