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Nach Unentschieden gegen SG Flensburg-Handewitt : THW-Coach Alfred Gislason: „Die Tendenz ist sehr, sehr gut“

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Ein Test am Dienstag entscheidet, ob Domagoj Duvnjak wieder in das Training einsteigt. Am Mittwoch wartet der DHB-Pokal.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 11:17 Uhr

Kiel | Die Handballer des THW Kiel kämpfen sich langsam, aber sicher aus ihrer Krise. In der Champions League gab es am Sonntag mit dem 20:20 gegen den Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt den nächsten Punktgewinn und in der Bundesliga gewannen die „Zebras“ in der vorigen Woche zweimal nacheinander. „Die Tendenz ist sehr, sehr gut“, sagte THW-Coach Alfred Gislason nach dem Spiel gegen Flensburg über sein im Umbruch steckendes Team. Dass Platz sieben in der Vorrunde der Königsklasse und Rang acht in der Bundesliga den Ansprüchen des Rekordmeisters nicht genügen, ist aber auch dem Isländer bewusst.

Vor allem mit den Leistungen in der Abwehr und im Tor ist Gislason aber schon jetzt sehr zufrieden. Der für 2019 feststehende Wechsel von Nationalkeeper Andreas Wolff zum polnischen Meister KS Vive Kielce scheint für Ruhe gesorgt zu haben. Wolff wirkt bei seinen Einsätzen wesentlich fokussierter. Und dem Dänen Niklas Landin tut der klare Nummer-Eins-Status sehr gut. Gegen Flensburg war er mit 18 Paraden der überragende Akteur auf dem Feld.

Champions-League-Gruppe B, fünfter Spieltag:

Platz Team g. - u. - v. Tore Punkte
1 MKB Veszprem KC 4 - 1 - 0 154:140 9
2 Paris St.-Germain 4 - 0 - 1 151:136 8
3 SG Flensburg-H. 2 - 2 - 1 135:129 6
4 Brest HC Meschkow 2 - 1 - 2 138:139 5
5 KS Vive Kielce 1 - 2 - 2 141:137 4
6 Celje Pivovarna Lasko 1 - 1 - 3 152:163 3
7 THW Kiel 1 - 1 - 3 114:129 3
8 Aalborg AB Handbold 1 - 0 - 4 131:143 2

Letztes Puzzlestück auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur ist der Angriff. Und dort soll demnächst Domagoj Duvnjak wieder die Fäden ziehen. Der kroatische Spielmacher hat am Dienstag einen wichtigen Test für sein operiertes Knie. Alfred Gislason: „Dann entscheidet sich, wann er wieder in das Training einsteigt.“ Sollte alles gut laufen, könnte Duvnjak am 2. November im Heimspiel gegen Ludwigshafen sein Comeback feiern. „Aber höchstens für ein paar Minuten“, stellt der Trainer klar. Gegen Flensburg hatte der Kroate bereits eine neue Aufgabe. Als Co-Trainer unterstützte er Gislason auf der Bank, weil der eigentliche Assistent Christian Sprenger mit einem Nachwuchsteam der Kieler unterwegs war.

Die Rückkehr zur einstigen Dominanz der Kieler in der Liga erwartet Gislason aber nicht: „Wir haben nicht mehr eine Mannschaft wie 2012.“ Mit 34 Siegen und 68:0 Punkten waren die „Zebras“ damals durch die Liga gestürmt, hatten zudem den DHB-Pokal und die Champions League gewonnen. Weltstars wie Filip Jicha, Daniel Narcisse, Aron Palmarsson und Thierry Omeyer bildeten das Gerüst des Teams. An Spieler dieser Güte kommt Kiel derzeit nicht mehr heran. Zu verlockend sind höhere Gehälter und geringere Belastungen in den anderen europäischen Ligen.

Den positiven Trend fortsetzen will der THW in den Auswärtsspielen am Mittwoch im DHB-Pokal-Achtelfinale bei der TSV Hannover-Burgdorf und am Samstag in der Liga bei den Füchsen Berlin. Rechtsaußen Niclas Ekberg weiß um die Wichtigkeit dieser Partien, sagt aber auch: „In Deutschland ist jede Woche eine Woche der Wahrheit. Mit der Einstellung aus dem Spiel gegen Flensburg haben wir in Hannover sehr gute Chancen.“ Gerade mit den Niedersachsen, die in der Liga beim 31:29 beide Punkte aus Kiel entführt hatten, haben die „Zebras“ noch eine Rechnung offen.

Auch die SG Flensburg-Handewitt ist am Mittwoch im Pokal aktiv. In eigener Halle geht es gegen die Füchse Berlin. „Das wird ein superschwieriges Spiel“, sagt Kreisläufer Jacob Heinl: „Aber wir wollen weiterkommen und werden alles dafür geben.“

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