Handball-Bundesliga : Magdeburg trifft mit dem Schlusspfiff zum Sieg gegen den THW

Bittere Niederlage für den THW Kiel in Magdeburg.
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Bittere Niederlage für den THW Kiel in Magdeburg.

Die „Zebras“ müssen sich in der Schlusssekunde geschlagen geben. Michael Damgaard netzt zum 27:26 ein.

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01. März 2017, 21:50 Uhr

Magdeburg | Ein Geistesblitz von Alfred Gislason hat nicht gereicht. Der THW Kiel verlor in letzter Sekunde mit 26:27 (15:15) beim SC Magdeburg und verabschiedet sich aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Meisterschafts-Rennen der Handball-Bundesliga. Michael Damgaard erzielte mit der Schlusssirene den Siegtreffer für die Magdeburger. Dabei hatte der THW-Coach in der Halbzeit mit der Einwechslung von Niklas Landin ein glückliches Händchen bewiesen.

Kiel zeigte sich im Vergleich zur Pleite gegen Silkeborg klar verbessert. Im Angriff fand der THW gute Lösungen, vergab jedoch gegen SCM-Keeper Jannick Green zu viele Chancen. Da aber auch Andres Wolff auf dem Posten war, blieb das Spiel bis zur Pause (15:15) ausgeglichen. Nach der Einwechslung von Landin konnte sich der THW zunächst auf 20:17 (36.) absetzen. Kurz nachdem Rune Dahmke die Chance zur Vier-Tore-Führung liegen gelassen hatte, stand es aber wieder Unentschieden (21:21, 43.).

Im Angriff blieben die Gäste nun acht Minuten ohne Tor. Landin und einigen Magdeburger Fehlern war es zu verdanken, dass der SCM in dieser Phase nicht über ein 22:21 hinauskam. Der zuletzt glücklose Lukas Nilsson brach mit zwei Treffern den Bann, dennoch blieb Kiel im Hintertreffen. Beim 26:23 (57.) schien das Spiel entschieden. Mit großer Moral fightete sich das Gislason-Team zurück, Nilsson erzielte den 26:26-Ausgleich. Es kochte in der ausverkauften Bördelandhalle.

15 Sekunden vor Schluss bekam Patrick Wiencek eine Zeitstrafe, und Damgaard begrub die letzte Kieler Titelhoffnung.

SC Magdeburg: Green, Quenstedt (n.e) – Musa (2), Musche (5/1), van Olphen(n.e.), Bagersted (1), Grafenhorst (2), Christiansen (5), O’Sullivan (1), Bezjak (1), Weber (4/2), Damgaard (6), Zelenovic, Lemke.

THW Kiel: Wolff, Landin – Duvnjak (3), Toft Hansen (1), Dissinger (3), Wiencek (2), Ekberg (5/1), Zeitz, Dahmke (3), Vujin (5), Bilyk (1), Nilsson (3).

Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin).

Zeitstrafen: 2:3. –  Rote Karte: Bezjak (15., grobes Foul) – 7m: 3/4:1/1. – Zuschauer:  6800. 

 
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