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Nach Hinspiel-Klatsche für Flensburg : Der THW will auch im Achtelfinalrückspiel gegen die SG punkten

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Das 82. Schleswig-Holstein-Derby im Handball verspricht kaum Brisanz: Der THW Kiel gewann das Achtelfinalhinspiel in der Champions League gegen Flensburg mit neun Toren Vorsprung.

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2015 | 12:42 Uhr

Der THW Kiel ist auch für das Rückspiel im deutschen Champions-League-Achtelfinale voll auf Sieg programmiert. „Wir werden auch am Sonntag nicht auf Ergebnis spielen, sondern wollen gewinnen. Das sind wir unserem Publikum schuldig“, erklärte THW-Trainer Alfred Gislason vor dem zweiten Duell mit der SG Flensburg-Handewitt an diesem Sonntag (19.30 Uhr).

Im Hinspiel in Flensburg hatte der deutsche Handball-Rekordmeister aus Kiel den Titelverteidiger mit 30:21 (16:9)-Toren demontiert und strebt scheinbar unaufhaltsam die elfte Viertelfinalteilnahme in Serie an. Die Sparkassenarena ist mit 10285 Fans ausverkauft, etwa 700 Fans werden aus Flensburg anreisen.

Um dem Schlendrian vorzubeugen, hat Gislason seinem Team eine ungewöhnliche Belohnung versprochen. „Wenn wir gegen Flensburg auch das Rückspiel gewinnen, bekommen wir drei Tage frei, das kommt bei unserem Trainer nicht so oft vor“, berichtete Torwart Johan Sjöstrand nach dem souveränen 31:24-Auswärtssieg am Mittwoch in Lübbecke. Der Schwede warnte ausdrücklich davor, das Rückspiel nur noch als reine Formalie zu betrachten. „Es sind zwar neun Tore Vorsprung, aber das ist Handball, wir müssen trotzdem alles geben.“

Aufgrund des Rückstands hegen die SG-Verantwortlichen keinerlei Hoffnung auf ein Handball-Wunder. „Wenn man realistisch ist, dann gibt es keinen Funken Hoffnung mehr auf ein Weiterkommen“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Wir wollen uns dennoch gut in Kiel präsentieren und seriösen Handball bieten.“ SG-Beiratschef Boy Meesenburg sagte: „Wir müssen diesen Rückschlag akzeptieren. Es war klar, dass wir nicht jedes Jahr die Champions League gewinnen können.“ Die Flensburger müssen weiterhin auf Rückraumstar Holger Glandorf (Achillessehnenverletzung) und Abwehrspezialist Jacob Heinl (Viruserkrankung) verzichten. Fraglich ist, ob der genesene Spielmacher Jim Gottfridson zu Einsatzminuten kommt.

Bei den „Zebras“ fällt der schwedische Torwart Andreas Palicka, der zuletzt in Topform agierte, wegen eines Sehnenanrisses im Oberschenkel wochenlang aus. Rechtsaußen Christian Sprenger hat hingegen seine Grippe auskuriert. Auch Abwehrchef René Toft Hansen ist einsetzbar, weil ihn die Europäische Handball-Föderation (EHF) über den Platzverweis im Hinspiel hinaus nicht sanktionierte.

Das Spiel gibt es am Sonntag im Liveticker auf shz.de.

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