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Liveticker zum Nachlesen : Aus im DHB-Pokal: THW Kiel verliert gegen TSV Hannover-Burgdorf 24:22

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Das war's für den Titelverteidiger. Im Achtelfinale des DHB-Pokals gewinnt das Überraschungsteam aus Niedersachsen nach einem spannenden Spiel.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2017 | 12:51 Uhr

Hannover | Nichts wird es mit dem Final Four 2018 in Hamburg – aus der Traum von der Titelverteidigung: Der amtierende Handball-Pokalsieger THW Kiel muss  nach einem denkwürdigen Achtelfinale alle Pokalträume begraben. Mit 22:24 (10:13) zogen die Schleswig-Holsteiner gestern bei der TSV Hannover-Burgdorf trotz grandioser Aufholjagd den Kürzeren.

Was sich in den ersten elf Minuten in der Hannoveraner Tui-Arena abspielte, dürfte zuvor noch keiner der THW-Spieler erlebt haben. Die Hausherren spielten sich in einen wahren Rausch. Die Kieler konnten gar nicht so schnell gucken, wie die Bälle im Gehäuse von Niklas Landin einschlugen. Acht Treffer für Hannover, keiner für Kiel – niemand hätte nach diesem Alptraum-Start  noch einen  Cent auf den THW gesetzt. Doch Alfred Gislason reagierte. Der THW-Coach stellte auf eine offensive 3-2-1-Deckung um und wechselte zudem mit Altmeister Christian Zeitz und Linksaußen Rune Dahmke endlich mehr Torgefahr ein. Die Kieler  entdeckten ihren Kampfgeist  und wurden belohnt. Drei Mal Dahmke und vier Mal Zeitz sowie Nikola Bilyk und Steffen Weinhold sorgten dafür, dass der THW beim 12:10 (27.) wieder dran war. Und hätte Martin Ziemer im Tor der Gastgeber nicht einen absoluten Sahnetag erwischt, die Kieler hätten zur Pause sogar führen können.

Und die Gäste machten im zweiten Durchgang da weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten. Der schon in Halbzeit eins eingewechselte Andi Wolff machte seinen Kasten dicht, vorne trafen seine Kollegen  fast  nach Belieben und lagen nach Dahmkes Treffer zum 14:13  (39.) erstmals in Führung. Als wiederum Dahmke wenig später sogar zum 17:15 erhöhte, schien der THW die Partie endgültig gedreht zu haben.

Doch auch die Hannoveraner gaben sich nicht auf und kamen noch einmal zurück. Die intensive Partie war längst zu einem dramatischen Pokalkrimi geworden. Die Führung wechselte in den Schlussminuten ständig. Und als Kai Häfner knapp eine Minute vor dem Abpfiff mit einem Hüftwurf das 24:22 erzielte, war das Aus des Rekord-Pokalsiegers aus Kiel besiegelt.

„Wir sind natürlich grenzenlos enttäuscht. Nach einem katastrophalen Start sind wir zurückgekommen und lassen uns das Spiel dann doch wieder aus den Händen nehmen – auch aus Gründen, die wir nicht beeinflussen konnten“, haderte THW-Keeper  Wolff nach dem Abpfiff auch  mit der Leistung der Unparteiischen.

Der Liveticker zum Nachlesen:

 
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