Handball : THW Kiel: Erneutes Triple wäre "unmenschlich"

Die Spieler des THW Kiel ließen sich nach ihrer Rekord-Saison 2011/12 auf dem Kieler Rathausplatz als 'Überflieger' feiern. Foto: dpa
Die Spieler des THW Kiel ließen sich nach ihrer Rekord-Saison 2011/12 auf dem Kieler Rathausplatz als "Überflieger" feiern. Foto: dpa

Champions-League-Sieger, deutscher Meister, Pokalsieger. Ist das noch einmal möglich? Kommt vielleicht sogar Superstar Mikkel Hansen?

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18. August 2012, 11:47 Uhr

Kiel | Mit großem Selbstbewusstsein startet Handball-Rekordmeister THW Kiel in die Saison 2012/13. "Alle anderen, die da oben mitspielen wollen, müssen erst einmal an uns vorbei", sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt am Donnerstag. Die Wiederholung des Triumphes mit den drei Titeln aus Champions League, deutsche Meisterschaft und Pokal erwarten die Verantwortlichen aber nicht. "Das wäre unmenschlich", sagte Aufsichtsratschef Klaus-Hinrich Vater.
In der letzten Spielzeit hatten die "Zebras" mit 68:0-Punkten einen Rekord aufgestellt. Die Kieler haben in der neuen Saison einen Etat von 9,5 Millionen Euro für die laufende Spielzeit angegeben.
Voraussetzungen sind andere
Trainer Alfred Gislason betonte, dass die Voraussetzungen diesmal andere seien. "Wir hatten viele Spieler bei den Olympischen Spielen", sagte der 52 Jahre alte Isländer. "Erst jetzt fängt die kompakte Vorbereitung an. Wir werden sehr viel arbeiten müssen, um wieder Deutscher Meister zu werden." Der Erfolgstrainer sieht in der SG Flensburg-Handewitt, dem HSV und den Rhein Neckar-Löwen die stärksten Konkurrenten.
Patrick Wiencek (aus Gummersbach) und Marko Vujin (Veszprem) hätten sich laut Gislason indes schon gut in den Kader eingefügt. Die beiden anderen Neuzugänge, Rene Toft Hansen und Gudjon Valur Sigurdsson (beide aus Kopenhagen), stießen erst am Donnerstag zum Kader. "Die Neuen werden zu uns passen", sagte Gislason. Natürlich wolle man auch den Supercup gewinnen, der am Dienstag in München gegen die SG Flensburg-Handewitt ausgespielt wird, meinte Gislason. "Aber natürlich ist es auch ein Testspiel."
Insolvenz des AG Kopenhagen bedauert
Trainer und Geschäftsführer bedauerten die Insolvenz des dänischen Topclubs AG Kopenhagen. "Es ist eine Sünde, dass einzelne Leute den Sport mit ihrem Geld kaputtmachen", kritisierte Elwardt den Mäzen des Clubs, Jesper Nielsen, der einst beim THW als Sponsor hatte einsteigen wollen. "Es ist traurig, dass ein solcher Verein von einer Person abhängig ist", sagte Gislason. "AG hatte eine neue Qualität nach Dänemark gebracht."
Spekulationen, der THW werde mit den Rechtsaußen Niclas Ekberg und Rückraumstar Mikkel Hansen von AH Kopenhagen den Kader ergänzen, trat Elwardt nicht entgegen. Vielleicht werde, so Elwardt, der eine oder andere Spieler bei vernünftigen Gehaltsvorstellung den Verein noch verstärken.

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