Handball-Bundesliga : THW erteilt den Füchsen eine Lektion

Souveräner Heimsieg: Dank einer konzentrierten Leistung setzte sich der THW Kiel mit 38:29 gegen die Füchse Berlin durch. Damit stehen die Zebras vorerst wieder an die Spitze der Handball-Bundesliga.

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15. Oktober 2008, 07:28 Uhr

Kiel | Fünf Tage vor dem Champions-League-Hit beim ruhmreichen FC Barcelona hat der THW Kiel auf nationaler Bühne mit den Muskeln gespielt. Die "Zebras" besiegten am Dienstag abend in eigener Halle die aufstrebenden Füchse Berlin sicher mit 38:29 (19:14) und setzten sich mit 17:1 Punkten vorerst wieder an die Spitze der Handball-Bundesliga. Es war der achte Liga-Sieg in Folge für die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, die über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung bot.

Dass der THW Respekt vor der bisherigen Überraschungsmannschaft der Saison hatte, war an der Tatsache zu erkennen, dass ihr angeschlagener Star Nikola Karabatic (Ellbogen) in der Startsieben stand und die erste Halbzeit fast durchspielte. Die Füchse hatten vor kurzem sensationell einen Punkt aus Hamburg entführt, in der Kieler Sparkassen-Arena bekamen sie allerdings das Fell über die Ohren gezogen. Hier und da blitzte ihr Potenzial auf, doch unter dem Strich war der Deutsche Meister für sie eine Nummer zu groß.

Bereits zum Seitenwechsel hatten sich Lövgren und Co. ein kleines Ruhekissen besorgt. Und als ihnen dann kurz nach Wiederanpfiff ein 6:1-Lauf zum 25:15 gelang, waren alle Messen gelesen und die Hoffnungen der Gäste auf den ersten Füchse-Sieg gegen Kiel seit 1983 geplatzt. Über 30:20 (45.) und 35:25 (55.) steuerten die nun munter rotierenden Gastgeber einem souveränen und überzeugenden Heimsieg entgegen. Mit sechs Toren in Hälfte zwei verdiente sich Christian Zeitz ein Sonderlob.

THW Kiel: Omeyer, Palicka - Lund (3), Wessig (n.e.), Andersson (7), Lundström, Kavticnik (8/4), Anic (1), Lövgren (2/1), Ahlm (2), Zeitz (6), Karabatic (4), Klein (3), Jicha (2).

Füchse Berlin: Stochl, Vortmann - Bult (5), Caillat, Jazka (2), Kubisztal (4), Rivera-Vieco (2), Strand (3), Göde (5), Murawski (1), Wilczynski (2), Detlof (1), El Fakharany (1), Boese (3).

Schiedsrichter: Lemme/Ullrich (Magdeburg).

Siebenmeter: 6:3. - Zeitstrafen: 3:4.

Zuschauer: 10 250.

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