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Spitzenspiel der Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt verliert gegen Rhein-Neckar Löwen

vom

Im Spitzenspiel in der „Hölle Nord“ gewinnen die Löwen mit 32:25. Das Duell im Liveticker.

Dirk Schmäschke versuchte sich als Optimist: „Wir haben einen Schritt zurück gemacht, aber die Saison ist noch lang“, sagte der Geschäftsführer der SG Flensburg-Handewitt nach dem 25:32 am Mittwochabend im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. 14 Partien in Serie hatten die Norddeutschen zuvor wettbewerbsübergreifend gewonnen, doch nach der dritten Heimpleite hintereinander gegen die Mannheimer beträgt der Rückstand in der Liga bereits fünf Punkte.

Die Gäste präsentierten sich vor den 6300 Zuschauern in der ausverkauften Flens-Arena als echte Spitzenmannschaft. Nach 16 von 34 Spieltagen spricht vieles dafür, dass die Meisterschale erstmals nach zwölf Jahren und zehn Titeln für den THW Kiel sowie je einem für den HSV Hamburg und die Flensburger durch den Elbtunnel Richtung Baden transportiert werden muss.

Bei den Gästen funktionierte vor der Pause fast alles. So auch die neue 5:1-Abwehr. „Diese Formation haben wir in dieser Saison zum ersten Mal gespielt“, erklärte Gäste-Coach Nikolaj Jacobsen. „Wir wollten etwas gegen die schnellen Flensburger unternehmen. Es war Wahnsinn, wie gut alles in der ersten Hälfte klappte.“ Zur Not griffen die Mannheimer auch zu ungewöhnlichen Mitteln. In Unterzahl eilte Spielmacher Andy Schmid nach einem Ballverlust regelkonform ins eigene Tor zurück und parierte beim 9:5 (13.) einen Tempogegenstoß des Flensburger Rechtsaußens Lasse Svan.

Im zweiten Abschnitt zeigten die Gastgeber Moral, kämpften sich vom 10:18-Pausenstand mehrfach auf drei Treffer Differenz heran. „Wir wollten bis zum Schluss kämpfen, das sind wir unseren Fans immer schuldig“, sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. Die Wende schaffte der aktuelle Pokalsieger nicht mehr. Schmäschke: „Acht Tore gegen die Löwen aufzuholen, ist kein einfaches Unterfangen.“ Nicht ganz zufrieden waren die Nordlichter mit der Leistung der Unparteiischen. „Ein Spitzenspiel hat die besten Referees verdient, die beiden waren es nicht“, sagte Vranjes.

Mit 30:2 Punkten haben die Rhein-Neckar Löwen jetzt fünf Zähler Vorsprung auf die Flensburger (25:7). Erster Verfolger der Mannheimer ist der THW, der bei einem Spiel Rückstand bei 24:6 steht. Einen Tag vor Heiligabend können die „Zebras“ im Heimspiel gegen die Löwen den Rückstand verkürzen und das Titelrennen wieder spannend machen.

Trotz der wieder aufkeimenden Finanzprobleme präsentierte sich der HSV Hamburg, der dem Ligaverband HBL Anfang kommender Woche aktuelle Zahlen präsentieren soll, in hervorragender Verfassung. Mit 31:24 setzten sich die Hanseaten bei der MT Melsungen, die als einzige Mannschaft bislang die Löwen geschlagen hat, durch und sprangen auf den fünften Platz. „Ich bin sehr glücklich, dass sich die Mannschaft in dieser Art und Weise präsentiert hat. Sie hat eine große Drucksituation lösen können und sich befreit“, sagte Trainer Michael Biegler nach dem zweiten Auswärtssieg in Serie.

Bitter für den HSV: Biegler, der auch polnischer Nationaltrainer ist, muss für die Vorbereitung auf die EM im Januar im Nachbarland nach dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin am kommenden Mittwoch nach Polen reisen. Das gemeinsam mit dem HSV geplante Trainingslager in der Hansestadt wurde nach übereinstimmenden Medienberichten abgesagt. Auch hier soll die finanzielle Situation den Ausschlag gegeben haben. Wer die Hamburger in dieser Zeit betreut, ist unklar.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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erstellt am 02.Dez.2015 | 20:00 Uhr

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