Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt überrollt Minden

Jim Gottfridsson (24) setzt sich gegen Christoffer Rambo durch.
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Jim Gottfridsson (24) setzt sich gegen Christoffer Rambo durch.

Mit 24 Treffern Vorsprung gewinnt die SG in Minden und zeigt eindrucksvoll, warum sie an der Tabellenspitze steht.

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01. März 2017, 21:45 Uhr

Minden | Der Aufsteiger war kein Prüfstein für den Spitzenreiter. Mit einem 41:17 (18:9) beim TSV GWD Minden hat die SG Flensburg-Handewitt die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga souverän verteidigt. Nun geht es für Trainer Ljubomir Vranjes in eine dreiwöchige Liga-Pause. Dann geht es am 22. März zum SC Magdeburg.

Drei Tage nach dem 23:26 in der Champions League beim spanischen Meister FC Barcelona spielte die SG nicht überragend, war aber hoch konzentriert. Vor allem im Abschluss zeigten sich die Flensburger gegenüber dem letzten Auftritt stark verbessert. Die vom Verletzungspech gebeutelten Ostwestfalen, bei denen gleich eine Handvoll Stammkräfte ausfiel, hielten lediglich in den ersten 15 Minuten mit. 7:8 stand es zu diesem Zeitpunkt aus Sicht der Gastgeber. Als die Flensburger anschließend zu einem unwiderstehlichen Zwischenspurt ansetzten, waren die Fronten schnell geklärt. Rund zehn Minuten mussten die GWD-Anhänger in der nicht ausverkauften Kampa-Halle auf den nächsten Treffer ihrer Mannschaft warten. Die Gäste hatten dabei jeden Fehler der Gastgeber gnadenlos bestraft und waren auf 15:8 davon gezogen. Schon zuvor hatte es Mindens Trainer Frank Carstens mit einem siebten Feldspieler gegen die sattelfeste SG-Defensive versucht, damit wenig Erfolg gehabt. Immer wieder blieben die Würfe der Gastgeber im Flensburger Block hängen oder wurden eine sichere Beute von Torhüter Mattias Andersson.

Auch nach dem Wechsel spielte die SG mit den Mindenern Katz und Maus. Beim 21:11 (36.) war der erste Zehn-Tore-Vorsprung gegen bedauernswerte Grün-Weiße erzielt. Am Ende stand für den Spitzenreiter ein auch in der Höhe verdientes 41:17.

Kurz vor dem Spiel war bekannt geworden, dass SG-Rückraumspieler Petar Djordjic im Sommer zum weißrussischen Meister Meshkov Brest wechseln wird. Dort erhält der 26-jährige Serbe einen Zweijahresvertrag. Die Flensburger hatten seinen im Sommer auslaufen Kontrakt nicht verlängert.

GWD Minden: Sonne-Hansen, Eijlers – Kozlina, Freitag (2), Freimann (2), Sjöstrand, Rambo (2), Korte (1), Jernemyr,  Gullerud (2), Michalczik (1), Wieling (6/2), Doder, Richtzenhain (1).

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Möller (n.e.) – Eggert (8/3), Glandorf (3), Svan (7), Djordjic (1), Heinl, Zachariassen (2), Toft Hansen (6), Gottfridsson (4), Lauge (3), Mahe (4), Bult, Radivojevic (3).

Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig/Bochum).

Zeitstrafen: 3:2.

7m: 2:4.

 
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