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Handball-Champions-League : SG Flensburg-Handewitt schlägt Besiktas Istanbul

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Die Flensburger gewinnen mit acht Toren Vorsprung – nach einem Vranjes-Gewitter. Der Ticker zum Nachlesen.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Flensburg | Aufgabe erfüllt, auch das dritte Heimspiel in der Champions League gewonnen – aber erst ein verbales Gewitter von Trainer Ljubomir Vranjes in einer Auszeit beim Stand von 21:20 brachte den deutschen Handball-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt in die Spur. Nach einem 12:5 in den letzten 19 Minuten hieß es am Ende standesgemäß 33:25 (16:14) für den Champion von 2014.

40 Minuten lang hatte Vranjes die unkonzentrierte und halbherzige Vorstellung seines Teams einigermaßen ruhig verfolgt. Doch als Istanbul nach einem 16:20-Rückstand auf 20:21 herangekommen war, platzte dem Schweden der Kragen. Er legte die „grüne Karte“ auf den Kampfrichter-Tisch und schrie seine Spieler während des Time Out zusammen: „Scheiß auf die Taktik. Ihr müsst doch irgendwann ’mal heiß werden. In Angriff und Abwehr will ich endlich 100 Prozent sehen. Ist das jetzt angekommen?“

Es kam an. Nach dem Donnerwetter agierten die Gastgeber im Angriff zielstrebiger und in der Defensive aggressiver. In den nächsten fünf Minuten hatten sich die Flensburger auf 26:21 abgesetzt und ließen gegen tapfere Türken, bei denen nun aufgrund mangelnder Alternativen auf der Bank die Kräfte schwanden, nichts mehr anbrennen.

Nach einem am Ende standesgemäßen Erfolg hatte es in den ersten 40 Minuten nicht ausgesehen. Nach einem Fehlstart (0:3) waren die Flensburger, die immer wieder leichte Tore hinnehmen mussten, bis zur 17. Minute einem Rückstand nachgelaufen. Erst da hatte der mit zehn Treffern überragende Anders Eggert den 8:8-Ausgleich erzielt.

Danach zogen die Gastgeber gleich auf zwei Tore davon, konnten sich aber nicht weiter absetzen, weil Besiktas-Spielmacher Nemenja Pribak gegen die behäbige SG-Deckung zu viele Freiräume hatte, seine Mitspieler immer wieder in Szene setzte oder selbst den Abschluss suchte. „Wir versuchen uns immer gut einzustellen – auch auf solche Spiele. Aber heute hat man gesehen, dass wir am  Anfang nicht bereit waren“, gestand Linksaußen Eggert. Erst das Vranjes-Gewitter hatte eine mit halber Kraft spielende SG auf Touren gebracht.

SG Flensburg-Handewitt: Möller, Andersson – Karlsson, Eggert (10/2), Glandorf (3), Mogensen (4), Svan (n.e.), Wanne (n.e.), Djordjic (1), Jakobsson (4), Toft Hansen (2), Schmidt (3), Mahé (3), Radivojevic (3).

Besiktas Istanbul: Kocic, Demir (ab 49. Minute)– Mercan, Caliskan, Arifoglu, Pribak (6), Boyar, Buljubasic, Demirezen (1), Yilmaz, Özbahar, Dacevic (4), Coban (1), Djukic (5), Döne (7/2), Rasic (1).

Schiedsrichter: Baranowski/Lemanowicz (Polen). Zeitstrafen: 3:2. – Rote Karte: Rasic nach Foul an Mahé . – Siebenmeter: 2:3. – Zuschauer: 4200.

Der Ticker zum Nachlesen:

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