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Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt besiegt MT Melsungen

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SG konnte den dritten Tabellenplatz in der Handball-Bundesliga am Sonntagnachmittag verteidigen. Gegen die aufstrebenden Hessen vom MT Melsungen gewannen die Flensburger am Ende deutlich mit 35:23 – der Ticker zum Nachlesen.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 16:56 Uhr

Diese Reaktion konnte sich sehen lassen: Drei Tage nach der ärgerlichen Niederlage in Hamburg präsentierte sich die SG Flensburg-Handewitt gestern in alter Frische und zeigte im Duell des Tabellendritten gegen den Sechsten der Handball-Bundesliga eine Galavorstellung: Die MT Melsungen wurde mit 35:23 (16:9) aus der Flens-Arena gefegt. „Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft. Das war unser drittes Spiel in acht Tagen. Meine Spieler haben ihre Arbeit sehr gut gemacht“, sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes.

Beeindruckend war das Tempo, dass die Gastgeber anschlugen. Dabei spielte die SG ihre herausragende Qualität nahezu in Perfektion aus. 19 der 35 Tore fielen aus Gegenstoß, zweiter Welle oder schneller Mitte. Keine Spur von schweren Beinen oder mentaler Erschöpfung wie am Tag der Arbeit. Der Final4-Teilnehmer Melsungen stand dem Flensburger Wirbel komplett hilflos gegenüber. MT-Trainer Michael Roth sprach von einem „gebrauchten Tag“ und hob einen wesentlichen Unterschied hervor: „Mattias Andersson hat gezeigt, was er oft zeigt, und dann kam, was wir vermeiden wollten – die Flensburger Konter.“

Der Schwede im SG-Tor kam auf die phänomenale Quote von 55 Prozent gehaltener Bälle. 16 Würfe wehrte er ab, bevor er nach 44 Minuten Platz für Sören Rasmussen machte. Beide Keeper fanden wieder deutlich mehr Unterstützung durch eine starke Abwehr mit Tobias Karlsson. und Jacob Heinl im Zentrum. „Wir haben darüber gesprochen, dass wir wieder kompakter stehen wollen. Das haben wir gut hinbekommen. So wurde es leichter für uns als in Hamburg“, sagte Anders Eggert. Der flinke Linksaußen profitierte am meisten von den Ballgewinnen und bedankte sich mit elf Toren aus dem Feld, dazu verwandelte er zwei Siebenmeter. Eggert hatte aber auch ein Lob für seinen Mitspieler Drasko Nenadic, der im Angriff unglücklich agierte, dafür aber als Halbverteidiger glänzte: „Drasko hat wieder in die alte Spur gefunden. Das ist ganz wichtig für uns“, sagte der Däne.

Beim 7:4 nach 13 Minuten bat Roth erstmals sein Team zur Auszeit. Es half nichts. Die SG gab nun erst richtig Gas und schraubte den Abstand binnen der nächsten zehn Minuten auf 13:6. Damit war die Sache fast schon gelaufen. Nach 40 Minuten standen bereits 15 Treffer Vorsprung zu Buche. Anders Eggert blickt nun dem Derby in Kiel am Sonntag zuversichtlich entgegen: „Das wird ein geiles Spiel.“

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Rasmussen (ab 44.) – Karlsson, Nenadic (1), Eggert (13/2), Glandorf (4), Mogensen (2), Svan (6), Weinhold (3), Heinl, Gustafsson, Gottfridsson (3), Radivojevic (1), Knudsen (2).

MT Melsungen: Appelgren (1.-30., ab 39.), Sandström – Stenbäcken (2), Mansson (4), Kubes (1), Fahlgren, Schröder (2), Hildebrand (1), Danner, P. Müller (3), Zufelde (3), Allendorf (1), Vuckovic (2), M. Müller (4).

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen).

Zeitstrafen: 4:1. – Siebenmeter: 3:0. – Zuschauer: 5867

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