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IHF Super Globe in Katar : SG Flensburg-Handewitt: Ab in die Wüste

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Bei der Vereins-WM in Katar will die SG Flensburg-Handewitt den letzten Titel gewinnen, der ihr noch fehlt. Für den Champions-League-Sieger geht es an in der Wüste um Renommee und viel Geld.

Doha | Es geht um ein dickes Preisgeld und den einzigen Titel, den die Handballer der SG Flensburg-Handewitt noch nie gewonnen haben. Deshalb nimmt der Champions-League-Sieger die Strapazen einer siebenstündigen Anreise, von fünf Spielen in sechs Tagen und Außentemperaturen von 45 Grad mitten in der Wüste auf sich.

Am Freitag ist die SG zu ihrem Debüt bei der Vereins-Weltmeisterschaft IHF Super Globe in die katarische Hauptstadt Doha aufgebrochen, am Sonntag steht das erste Vorrundenspiel an.

Für SG-Manager Dierk Schmäschke wäre ein Triumph beim bestdotierten Handballturnier der Welt viel wert. „Das ist ein wichtiger Titel, der zusätzlich für Renommee sorgen würde. Der Super Globe fehlt uns noch in unserer Vereinsgeschichte“, sagt Schmäschke. Trainer Ljubomir Vranjes hat die zusätzliche Belastung im Hinterkopf. Immerhin bestreiten die Flensburger von Ende August bis Silvester 34 Partien in Liga, Champions League, Super Globe und Pokal. Dennoch geht auch er motiviert ins Turnier: „Ich bin Trainer. Ich möchte so viele Titel gewinnen wie möglich, natürlich auch den Super Globe.“ 

Die Vorrunde können die Flensburger noch in die Kategorie Testspiele einordnen: Am Sonntag (14 Uhr deutscher Zeit) geht es gegen Amerika-Vereinsmeister Taubate aus Brasilien, am Montag (19 Uhr) ist die katarische Mannschaft Al-Ahli der Gegner. Erst am Dienstag (15 Uhr) gegen Serienmeister El-Jaish (ebenfalls aus Katar) wird die SG richtig gefordert. Dort stehen seit Saisonbeginn unter anderem der Ex-Hamburger Zarko Markovic und der frühere Löwen-Torwart Goran Stojanovic unter Vertrag.

Generell finden sich im Gegensatz zu den Vorjahren kaum zugekaufte Weltstars in den Kadern der Wüstenmannschaften. Grund: In den europäischen Ligen läuft die Saison bereits, und der europäische Verband hat Spielern mit Super-Globe-Kurzzeitverträgen verboten, in der Champions League aufzulaufen.

Flensburgs Hauptkonkurrent um die Super-Globe-Trophäe und das Siegerpreisgeld von 400.000 US-Dollar (304.000 Euro) dürfte Titelverteidiger FC Barcelona sein, der im Vorjahresfinale den damaligen Champions-League-Sieger HSV Hamburg schlug. Der Königsklassen-Rekordsieger spielt in Gruppe B gegen Gastgeber Al-Sadd (Katar), Sydney University (Australien) und Afrikameister Esperance aus Tunesien. Die Katalanen freuen sich auf eine Revanche gegen Flensburg. Schließlich gewann die SG das Champions-League-Halbfinale gegen Barcelona in Köln am 31. Mai nach Siebenmeterwerfen.

Einziger deutscher Verein in der Siegerliste des Super Globe ist bislang der THW Kiel: 2011 gewann das Team ebenfalls in Doha das Endspiel gegen Atletico Madrid, verlor als Titelverteidiger aber 2012 das Finale gegen den gleichen Gegner. Somit könnte die SG Flensburg-Handewitt der vierte deutsche Finalist in Serie werden. Auch der Turnierzweite macht in Doha noch Kasse: Er erhält 250.000 Dollar (192.000 Euro).

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erstellt am 05.Sep.2014 | 12:50 Uhr

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