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Nachfolger für Lars Kaufmann : Petar Djordjic kehrt zur SG Flensburg–Handewitt zurück

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Aus Hamburg zurück nach Flensburg: Der 24-Jährige unterschrieb einen Zwei-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2017.

Flensburg | Die SG Flensburg-Handewitt ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Lars Kaufmann auf der Königsposition im linken Rückraum schnell fündig geworden. Petar Djordjic kehrt nach zwei Jahren beim HSV Hamburg im Sommer zum aktuellen Tabellendritten der Handball-Bundesliga zurück. Der 24-jährige Halblinke unterschrieb einen Zwei-Jahresvertrag bis zum 30. Juni 2017.

„Petar entspricht exakt dem Profil eines Spielers, nach dem wir gesucht haben. Was liegt da näher, als einen Spieler zu holen, der die SG kennt, bei ihr groß geworden ist und sehr großes Potenzial besitzt“, freut sich Geschäftsführer Dierk Schmäschke über den Deal mit den Hanseaten. Eigentlich hatte Djordjic beim HSV noch einen Vertrag bis 2017. „Wir haben uns aber mit den Hamburgern vernünftig geeinigt. Wir bewegen uns im geplanten Rahmen für diese Position“, sagte Schmäschke, ohne eine Summe nennen zu wollen.

Petar Djordjic trug bereits vom Februar 2010 bis Juni 2013 das Flensburger Trikot und gewann 2012 mit der SG den Europapokal der Pokalsieger. Der 197 cm große und 102 kg schwere Halblinke kehrt nun an die Stätte zurück, an der er seinen größten Entwicklungsschub nahm. In bislang 101 Pflichtspielen für die SG erzielte er 272 Tore.

Trainer Ljubomir Vranjes, der nie ein Hehl daraus gemacht hatte, dass Djordjic sein Wunschspieler auf der Position im linken Rückraum war, freut sich über dessen Rückkehr: „Petar gehört zu den wurfstärksten Halblinken in Europa. Er ist jung und hat noch viel Entwicklungspotenzial. Ich werde wieder hart mit ihm arbeiten und ich weiß, dass er es auch – mehr wie jemals zuvor -  tun wird.“ Mit Djordjic soll aus der Problemposition der vergangenen Jahre endlich wieder die Königsposition werden.

Dass Djordjic bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich hat und erst im Februar nach neunmonatiger Verletzungspause  sein Bundesliga-Comeback feierte, ist für den Trainer kein Problem. „Dieses Risiko müssen wir eingehen, wenn wir eine solche Qualität haben wollen. So kann man aber nicht denken. Bei welchem Spieler gibt es heutzutage kein Risiko?“, fragte der SG-Trainer. Bei der ärztlichen Untersuchung hätten die SG-Ärzte festgestellt, dass „alles super aussieht“. Und dieser Aussage vertraue er.

Nach zwei Jahren an der Elbe mit finanziellen Turbulenzen und sportlichem Rück- statt Fortschritt durch die langwierige Verletzung freut sich Djordjic auf die Rückkehr an die Flensburger Förde: „Ich kenne die meisten Spieler und habe mich unter Ljubo toll entwickelt. Ich habe während meiner SG-Zeit immer alles gegeben, und das werde ich ab nächster Saison wieder tun.“

Mit der Verpflichtung von Djordjic leitet die SG Flensburg-Handewitt langsam einen Umbruch ein. „Wir planen für die Zukunft und wollen eine Mannschaft mit Spielern aufbauen, die über mehrere Jahre bei uns zusammen spielen“, erklärte Vranjes. Der 24-jährige Djordjic passt genau in dieses Profil. Die SG ist auf der Suche nach weiteren Verstärkungen. „Wir werden jedoch unserer Philosophie treu bleiben und erst Namen nennen, wenn es etwas zu vermelden gibt“, so Schmäschke. Zu Spekulationen werde sich der Verein nicht äußern.

In diesem Zusammenhang stellte der Geschäftsführer klar, dass die SG mit Kentin Mahe vom HSV Hamburg nicht in Kontakt stehe. Im Internet war zu Ostern kolportiert worden, dass die Flensburger angeblich Interesse an dem 23-jährige Franzosen haben sollen. „Mahe ist kein Thema für uns“, betonten Schmäschke und Trainer Vranjes unisono.

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erstellt am 08.Apr.2015 | 19:00 Uhr

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