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SG gegen THW live auf shz.de : Dierk Schmäschke vor Test im Interview: „Mal sehen, wie alles zusammenpasst“

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Flensburgs Geschäftsführer Schmäschke ist vor dem ersten Handball-Derby der Saison gegen den THW Kiel gespannt. Das Spiel wird bei shz.de im Livestream übertragen.

shz.de von
erstellt am 31.Jul.2017 | 10:22 Uhr

Neumünster/Flensburg | Am Dienstagabend um 19 Uhr kommt es zum ersten Kräftemessen der neuen Handball-Saison zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel. Dierk Schmäschke blickt dem Derby um den Flens-Cup 2017 in der Holstenhalle in Neumünster sehr gespannt entgegen. „Damit beginnt die heiße Phase der Vorbereitung. Mal sehen, wie weit beide Mannschaften sind“, sagte der SG-Geschäftsführer im Interview mit unserem Redaktionsmitglied Jan Wrege.

Am Dienstag (19 Uhr) treffen in der Holstenhalle THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt in einem Testspiel im Rahmen des sh:z-Sportsommers im Duell um den „Flens-Cup“ aufeinander. Im Fall eines Remis nach regulärer Spielzeit fällt die Entscheidung direkt im Anschluss im Siebenmeterwerfen. Noch gibt es Sitz- und Stehplatzkarten in allen sh:z-Ticketcentern und allen CTS-VVK-Stellen.

Wer keine Karten mehr bekommt, kann das Spiel auch über den Livestream auf www.shz.de/live verfolgen. Die Übertragung beginnt um 18.45 Uhr.

Was erwarten Sie vom ersten Duell mit dem THW Kiel? Wird es schon Aufschluss über neue Kräfteverhältnisse geben?
Das Derby zwischen zwei der besten Mannschaften in Europa ist immer etwas Besonderes. Es ist auch ein wichtiges Spiel zu diesem Zeitpunkt, weil es mit den Pflichtspielen diesmal sehr früh losgeht – es sind weniger als drei Wochen bis zur ersten Pokalrunde. Das Spiel in Neumünster kann noch kein finaler Gradmesser sein, aber es wird ein interessanter Vergleich: Was funktioniert schon in welcher Mannschaft, was noch nicht?

Worauf sind Sie am meisten gespannt?
Wir vollziehen ja unter unserem neuen Cheftrainer Maik Machulla einen kleinen Umbruch. Es sind drei interessante junge Spieler gekommen. Ich bin gespannt, wie weit Simon Jeppsson, Magnus Röd und Marius Steinhauser schon ins Team gefunden haben. In den ersten Wochen der Vorbereitung mit den Testspielen in Malmö und Kristianstad gab es schon gute Signale, dass sie uns weiterbringen können. Dann mussten wir auf die Verletzung von Kevin Möller reagieren und haben in Rasmus Lind auf die Schnelle noch einen Torhüter geholt, der bis Ende des Jahres Mattias Andersson entlasten wird. Das Spiel gegen Kiel ist ein guter Test. Mal sehen, wie alles zusammenpasst.

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Foto: Klahn
 

Was können SG und THW in der kommenden Saison erreichen? Sind die beiden Teams aus Schleswig-Holstein stärker oder schwächer geworden?
Das wird sich erst nach ein paar Pflichtspielen zeigen, wenn beide richtig auf Betriebstemperatur sind. Unsere Mannschaft wurde leicht verjüngt, ist aber im Kern zusammengeblieben und wird eine gute Rolle spielen. Wir stellen uns auf eine hochinteressante Liga ein, in der es bestimmt nicht leichter wird. Den Rhein-Neckar Löwen, Flensburg und Kiel erwächst zunehmend Konkurrenz durch Mannschaften wie Melsungen, Berlin und Magdeburg. Der Trend zu einer immer ausgeglicheneren Liga wird sich fortsetzen.

Obwohl sich die Topmannschaften gegen den Widerstand der „Kleinen“ endlich mit der Forderung nach einem 16er-Kader für Bundesligaspiele durchgesetzt haben...
Für die Mannschaften, die in Meisterschaft, Champions League und Pokal spielen, ist es ganz wichtig, dass die 16er-Regel endlich da ist. Man braucht bei diesen Belastungen einen großen Kader. Wir können jetzt zwei weitere Spieler in der Bundesliga aufstellen, anstatt sie auf die Tribüne zu setzen. Das hat in der Vergangenheit für mehr Unruhe im Hintergrund gesorgt, als nach außen sichtbar wurde.

Apropos Unruhe: Wie haben Mannschaft und Umfeld das enttäuschende Ende der vergangenen Saison inzwischen verkraftet?
Trotz der schmerzhaften Niederlage gegen die Löwen sind am Ende alle mit einem guten Gefühl aus der Saison gegangen. Wir sind schließlich Champions-League-Teilnehmer geblieben. Und der sehr emotionale Abschied von verdienten Akteuren nach dem letzten Spieltag war ein Zeichen, dass in Flensburg wieder alle zusammenstehen. Jetzt herrscht nur noch Vorfreude.

Die sportliche Führung der SG muss ja schon jetzt über die Saison hinausblicken. Gleich zwei Torhüter sind zu ersetzen, dazu laufen Verträge von wichtigen Spielern aus...
Mit der Verpflichtung des norwegischen Nationaltorhüters Torbjörn Bergerud ab Sommer 2018 haben wir gerade die wichtigste Personalie sehr gut gelöst. Damit ist der größte Druck von uns genommen. Jetzt werden wir in Ruhe überlegen, wer als Partner zu Bergerud passt. Gespräche laufen bereits, aber dafür lassen wir uns noch ein, zwei Monate Zeit. Gleiches gilt für die Nachfolge von Kentin Mahé und eventuell Thomas Mogensen, dessen Zukunft noch offen ist. Mit Thomas werden wir Ende August sprechen.

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