Spitzenspiel der Handball Bundesliga : Souveräner 27:20-Sieg: Flensburg lässt den Löwen keine Chance

Freude bei den SG-Spielern.
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Freude bei den SG-Spielern.

Weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer makellosen Hinrunde: Die SG Flensburg-Handewitt hat am Montag die Rhein-Neckar Löwen besiegt.

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19. November 2018, 22:16 Uhr

Flensburg | Das war eine beeindruckende Demonstration der Stärke: Wenn die SG Flensburg-Handewitt in bester Besetzung antritt, ist ihr in der Handball-Bundesliga momentan kein Gegner gewachsen. Im Spitzenspiel in der Flens-Arena hielten die Rhein-Neckar Löwen am Montag gerade noch 30 Minuten mit und gingen dann unter. Mit einem 27:20 (14:14)-Erfolg schraubte der Titelverteidiger die eigenen Bestmarken auf 26:0 Punkte in dieser Saison und 21 Siege in Serie insgesamt.

 „Benjamin Buric war fantastisch. Wie die Abwehr auf den Beinen war und sieben gegen sechs verteidigt hat, war überragend“, lobte SG-Trainer Maik Machulla seinen Torhüter (15 Paraden) und die wieder von Kapitän Tobias Karlsson organisierte 6:0-Formation. Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen blieb nur die Klage: „Wir konnten in der zweiten Halbzeit keine Tore machen.“ Nur sechs Treffer nach der Pause, davon drei Siebenmeter und nur drei aus dem Feld – das sagt alles über die grandiose Leistung der SG-Defensive.

Ganz starker Rückhalt: SG-Keeper Benjamin Buric.
Marcus Dewanger

Ganz starker Rückhalt: SG-Keeper Benjamin Buric.

Aber auch der Flensburger Angriff zeigte nach einem nervösen ersten Drittel eine meisterliche Leistung, wobei sich sehr deutlich die Rückkehr vom Spielmacher Jim Gottfridsson, der in den Champions-League-Partieen gegen Paris St. Germain schmerzlich vermisst wurde, bemerkbar machte. „Sehr reif, sehr strukturiert, überragend von Jim gesteuert“, lautete Machullas Resümee zu seiner Offensive.

Hampus Wanne war mit sechs Treffern einer der besten Werfer der Gastgeber.
Marcus Dewanger

Hampus Wanne war mit sechs Treffern einer der besten Werfer der Gastgeber.

Dabei begann es nicht gut für Gottfridsson. Gleich im ersten Angriff vertändelte er den Ball, foulte im Rückzug Mads Mensah Larsen bei dessen Gegenstoß und musste auf die Strafbank. Für ihn kam Göran Johannessen, der mächtig Wirbel machte. Die ersten 20 Minuten verliefen auf beiden Seiten ziemlich wild mit vielen technischen Fehlern. Etwas beherrschter agierten die Mannheimer, die deshalb lange einen leichten Vorsprung behaupteten. Allerdings deutete sich bereits an, dass das Handball-Genie Andy Schmid einen schweren Abend haben würde. Machulla hatte seine Abwehr glänzend auf die Achse zwischen dem Schweizer Spielmacher und dem deutschen Kreisläufer Jannick Kohlbacher eingestellt. Das Duo entfaltete kaum Wirkung.

Wir hatten einige schlechte Würfe, aber auch Pech. Dazu kommt, dass Benjamin Buric sehr gut gehalten hat Löwen-Coach Jacobsen
 

In der Abwehr handelte sich Kohlbacher schnell zwei Zeitstrafen ein, agierte danach in der Deckung gehemmt, was zu einen weiteren Mosaiksteinchen des Flensburger Erfolges wurde. Ab der 25. Minute lenkte Gottfridsson wieder die SG-Offensive, die mit neuen Ideen aufwartete und durch Linksaußen Hampus Wanne pfiffige Tore vom Kreis erzielte. Gottfridsson selbst steuerte vier Tore, darunter die erste Führung (16:15, 35.), zum Lauf der Gastgeber von 11:12 (25.) auf 20:16 (45.) bei.

Danach hatten die Gäste sichtbar den Glauben verloren, dass es für sie in der Flens-Arena etwas zu holen geben würde. Der siebte Feldspieler war keine Option, weil diese Variante von der SG perfekt verteidigt und mit Würfen ins leere Tor gnadenlos bestraft wurde. Weder Jacobsen noch Schmid individuell fanden ein Mittel, um das Bollwerk zu knacken. Buric demoralisierte die Löwen dann endgültig mit drei Glanzparaden binnen weniger Sekunden (47.), und so wurde der Rest der Partie zum Schaulaufen des Meisters.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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