Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt siegt auch gegen Melsungen

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MT-Spieler Lasse Mikkelsen (am Ball) wird von Johannes Golla gestoppt.

MT-Spieler Lasse Mikkelsen (am Ball) wird von Johannes Golla gestoppt.

Der Tabellenführer schlägt MT Melsungen mit 24:18 und bleibt weiter ohne Punktverlust Tabellenführer.

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06. Dezember 2018, 20:45 Uhr

Kassel | Die perfekte Zu-Null-Hinrunde in der Handball-Bundesliga ist zum Greifen nah. Nach dem 24:18 (12:10)-Erfolg am Donnerstagabend bei der stark ersatzgeschwächten MT Melsungen fehlt der SG Flensburg-Handewitt nur noch ein Sieg gegen den Bergischen HC, um die makellose Hinserie unter Dach und Fach zu bringen. „Das ist fast schon unrealistisch und unwirklich. Aber wir machen es gut und schwimmen auf einer Welle“, sagte SG-Trainer Maik Machulla nach dem 16. Sieg im 16. Saisonspiel.

Nicht alles, was der Tabellenführer in der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle zeigte, war gut. Wieder einmal beeindruckte aber die Selbstverständlichkeit, mit der das Machulla-Team seinen Stiefel herunterspielte.

Rückblick auf den 30:29-Erfolg am Sonntag gegen die HSG Wetzlar: Der SG-Angriff funktionierte, die Abwehr nicht. In Kassel war es umgekehrt. Diesmal tat sich Flensburg in der Offensive schwer, dafür stand die 6:0-Deckung um Kapitän Tobias Karlsson wieder kompakt. Nach drei blitzsauberen Angriffen – zwei Mal Jim Gottfridsson und einmal Magnus Jöndal trafen zur 3:2-Führung – verlor der Tabellenführer seine Durchschlagskraft. Daher widmete Machulla seine Auszeit nach dem 7:6 von Tobias Reichmann (21. Minute) ausschließlich dem Angriff. „Wir müssen Richtung Tor gehen“, forderte er – und brachte Simon Jeppsson, Magnus Röd und Johannes Golla. Mit der neuen Besetzung lief es besser. Golla brachte die SG mit einem Doppelschlag wieder nach vorne, auch Röd traf doppelt. Zur Pause führte Flensburg 12:10.

Die lange Verletztenliste der Gastgeber machte sich mit zunehmender Spieldauer bemerkbar. Melsunger Treffer wurden immer mehr zur Ausnahme, weil dem MT-Angriff die Ideen ausgingen und weil die SG-Deckung mit einem soliden Benjamin Buric dahinter wenig zuließ. Das 12:13 (35.) von Simon Birkefeldt war ein letztes Strohfeuer, dann setzte Flensburg sich ab. Simon Jeppsson traf mit Glück zur ersten Drei-Tore-Führung (12:15), wenig Minuten später erzielte Lasse Svan das 13:18.  Johannes Golla machte  gegen seinen Ex-Verein zehn Minuten vor Schluss mit dem 20:14 den Deckel drauf.

MT Melsungen: Sjöstrand (ab 37.), Simic (1.-37.) – Lemke, Reichmann (4), Ignatow, Kunkel, Mikkelsen (6), Danner, Müller (1), Allendorf (2), Birkefeldt (1), Sidorowicz (4), Piroch, Gruber, Damm.

SG Flensburg-Handewitt: Buric (1.-60.), Jepsen (n.e.) – Karlsson, Golla (4), Hald, Glandorf (1), Svan (5), Wanne, Jeppsson (1), Jöndal (5/1), Steinhauser (n.e.), Zachariassen, Gottfridsson (3), Lauge (1), Röd (4).

Schiedsrichter: Immel/Klein (Erkelenz/Mettmann). – Zuschauer: 4300 (ausverkauft).

Zeitstrafen: 3:3. – 7m: 1/1:1/1.

 
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