Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt gewinnt: Mattias Andersson zieht HC Erlangen den Zahn

Starker Auftritt: Hampus Wanne war mit neun Treffern erfolgreichster SG-Werfer.

Starker Auftritt: Hampus Wanne war mit neun Treffern erfolgreichster SG-Werfer.

Der Torhüter der SG Flensburg-Handewitt pariert beim 29:20-Auswärtserfolg 18 Würfe.

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08. Februar 2018, 21:09 Uhr

Nürnberg | Souveräner Start ins neue Handballjahr: Die SG Flensburg-Handewitt gewann zum Restart der Handball-Bundesliga beim HC Erlangen mit 29:20 (11:7) und bot dabei über weite Strecken eine konzentrierte Leistung. Eine starke Abwehr mit einem überragenden Mattias Andersson im Tor ebnete dabei dem deutschen Vizemeister früh den Weg in die Erfolgsspur.

„Das haben wir heute sehr gut gemacht“, sagte der Flensburger Keeper, der mit 18 Paraden, darunter zwei gehaltenen Siebenmetern, den Franken den Zahn gezogen hatte. Der fast 40-Jährige, der im Sommer nach 17 Jahren Bundesliga seine Laufbahn beenden wird, lobte aber auch seine Vorderleute: „Wir haben hinten gut gestanden und hatten ein sehr gutes Rückzugsverhalten.“ Auf die Abwehr war nach fünf Wochen EM-Pause Verlass.

In der Offensive war den Flensburgern im ersten Durchgang jedoch anzumerken, dass sie seit dem Turnier nur einige Male trainiert hatten, nachdem die Medaillengewinner aus Schweden erst am vergangenen Donnerstag wieder ins Training eingestiegen waren. Zudem mussten die Gäste kurzfristig auf zwei Stammkräfte verzichten. Rückraumspieler Simon Jeppsson war mit einer Halsentzündung daheim geblieben, Kreisläufer und Abwehrspezialist Jacob Heinl hatte sich einer OP am rechten Auge unterziehen müssen. Der Start verlief holprig. Kentin Mahé und Rasmus Lauge ließen gleich zwei Siebenmeter liegen. So stand es nach 15 Minuten nur 6:3 für die SG, und mit einem mageren 11:7 ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang kam der SG-Angriff dann allerdings auf Touren.  Immer wieder nutzten die Gäste Ballgewinne konsequent zu Gegenstößen und hatten in Hampus Wanne auch endlich einen sicheren Strafwurf-Schützen gefunden. Fünf verwandelte der junge Schwede eiskalt, erst mit dem letzten scheiterte an Gorazd Skof.

Schon nach 37 Minuten war die Partie praktisch entschieden. 17:9 hieß es aus Flensburger Sicht. Erlangen fand einfach keine Mittel gegen die starke 6:0-Abwehr. Den ersten Zehn-Tore-Vorsprung verzeichnete der Vizemeister beim 24:14 nach 48 Minuten und ließ das Spiel danach austrudeln, ohne dabei allerdings zu nachlässig zu werden.

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