SG Flensburg Handewitt : Nordhorn verdirbt Fynn Holperts Abschiedsparty

Frei vor dem Tor: Der Flensburger Oscar Carlén scheitert in dieser Szene jedoch an HSG-Keeper Peter Gentzel. Foto: Staudt
Frei vor dem Tor: Der Flensburger Oscar Carlén scheitert in dieser Szene jedoch an HSG-Keeper Peter Gentzel. Foto: Staudt

Die SG Flensburg-Handewitt unterliegt der HSG Nordhorn mit 33:35. Schwache Abwehrreihen und schwache Torhüter bestimmten das Spiel.

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03. Juni 2009, 11:58 Uhr

Nichts war es mit der Handball-Gala beim letzten Heimauftritt gegen den Zwangsabsteiger. Im Gegenteil: Zum Abschied von Geschäftsführer Fynn Holpert und einiger Spieler blamierte sich die SG Flensburg-Handewitt mit 33:35 (17:19) gegen die HSG Nordhorn und verpasste den Sprung auf den vierten Platz in der Bundesliga.
In einer Partie zweier schwacher Abwehrreihen und ebenso schwacher Torhüter kamen die Gastgeber schwer auf Touren. Sie waren in Gedanken wohl noch auf Mallorca. Dort hatten sie vergangene Woche nach dem Erreichen des EHF-Pokals zur Belohnung ein paar erholsame Tage verbracht. Doch mit halber Kraft war eine HSG Nordhorn, die das verlorene Europacup-Finale gegen Valladolid offenbar gut verdaut hatte, nicht zu bezwingen. Bis zur Pause lagen die Gäste stets vorn, anfangs mit 3:0 und kurz vor der Pause gar mit 19:15 (29. Minute).
Mit einem 8:1-Lauf zum 23:20 schien die SG die Partie in den nächsten neun Minuten gedreht zu haben und wähnte sich beim 26:22 (44. Minute) auf der Siegerstraße. Doch die HSG gab sich nicht geschlagen, kämpfte sich noch einmal ins Spiel zurück und schaffte elf Minuten vor dem Ende nicht nur den 27:27-Ausgleich, sondern zog mit 28:27 wieder in Front.
Bis zum 32:33 liefen die Gastgeber diesem knappen Rückstand nach. Die Vorentscheidung zugunsten der Nordhorner fiel 90 Sekunden vor Schluss, als Lars Christiansen bei seinem siebten Strafwurf an Katsigiannis im HSG-Tor scheiterte. Im Gegenzug markierte Szücs das 34:32 und machte damit den Überraschungscoup der HSG an der Flensburger Förde perfekt und verdarb Fynn Holperts Abschiedsparty.
SG Flensburg-Handewitt: Beutler, Meyer 20-30. Minute) – Thoustrup (n.e.), Carlén (3), Mamelund (3), Mogensen (4), Svan Hansen (3), Jensen, Christiansen (9/6), Johannsen (2), Heinl (2), Petersson (2), Boesen (2), Knudsen (3).
HSG Nordhorn: Gentzel, Katsigiannis (ab 41. Minute) – Verjans (3), Karlsson (1), Machulla (6), Rigterink, Mickal, Listerud Hansen (3), Weinhold (4), Przybecki (3), Stojkovic (8/3), Szücs (7), Terwolbeck.
Schiedsrichter: Schaller/Wutzler (Leipzig/Frankenberg).
Zeitstrafen: 4:5. – Siebenmeter: 7:3.
Zuschauer: 6300 (ausverkauft).

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