Bei Sieg erste Meisterschaft seit 2004 : Heiß auf den Titel: SG Flensburg-Handewitt vor dem „plötzlichen“ Finale

<p>SG Flensburg-Handewitt heiß auf „Endspiel um die Meisterschaft“: Nach zwei freien Tagen begann am Mittwoch die Vorbereitung auf das letzte Spiel der Saison.</p>

SG Flensburg-Handewitt heiß auf „Endspiel um die Meisterschaft“: Nach zwei freien Tagen begann am Mittwoch die Vorbereitung auf das letzte Spiel der Saison.

Mannschaft und Trainer sind heiß auf das Finale um die Meisterschaft am Sonntag. Derweil stehen die Planungen für das „Public Hearing“.

shz.de von
31. Mai 2018, 12:27 Uhr

Flensburg | Dem riesigen Interesse wollte sich die SG Flensburg-Handewitt dann doch nicht verschließen. Entgegen der ursprünglichen Absicht, bis zum Finale am Sonntag (15 Uhr) gegen Frisch Auf Göppingen keine Ablenkung mehr zuzulassen, lud der Tabellenführer der Handball-Bundesliga am Mittwoch zum Presse-Termin in die Duburghalle. „Es ist ein Ausnahmezustand. Ich freue mich riesig, dass wir diese Situation haben. Das wird ein großer Tag. Es wäre ja noch schlimmer, wenn es niemanden interessieren würde, dass wir um die deutsche Meisterschaft spielen“, erklärte Trainer Maik Machulla den Sinneswandel.

Wenn die SG am Sonntag Deutscher Handballmeister wird, überträgt shz.de die Meisterfeier im Livestream auf shz.de/live. Zuvor berichtet shz.de im Liveticker über die Partie gegen Frisch Auf Göppingen.

Gut zwei Dutzend Medien-Vertreter trafen auf eine Mannschaft in bester Stimmung zwischen Lockerheit und Anspannung. Die SG-Profis vermittelten den Eindruck, genau zu wissen, worauf es ankommt. „Wir dürfen nicht denken, dass wir etwas zu verlieren haben. Das blenden wir aus“, benannte Kapitän Tobias Karlsson das Motto für den Griff nach der Meisterschale.

Andersson vor Karriereende

Es war zu spüren, dass sich alle im SG-Lager besser fühlen als im Mai 2017 vor dem „Endspiel“ gegen die Rhein-Neckar Löwen. Klar, der Druck ist da, aber man kann besser damit umgehen. Torhüter Mattias Andersson erklärte, warum: „Das zieht sich  jetzt ja nicht über sechs, sieben, acht Wochen hin. Diese Chance kam plötzlich. So ist es für alle leichter, die Konzentration hochzuhalten.“ Auch die Emotionen angesichts des Karriere-Endes am Sonntag sind für den 40 Jahre alten Schweden gut zu zähmen. „Es wird einfacher dadurch, dass es um alles geht, dass man sich nur darauf konzentriert und nicht auf das, was danach kommt.“

Nach zwei freien Tagen begann am Mittwoch die heiße Phase der Vorbereitung auf das letzte Spiel der Saison. „Es war eine richtig gute Trainingseinheit“, fand Machulla, „alle sind fokussiert, aber nicht übermotiviert. Das würde auch gar keinen Sinn machen. Du verbrauchst ja so viel Energie, wenn du die ganze Woche nur brennst. Man muss seinen normalen Alltag leben, mit den Kindern rausgehen, essen gehen.“

Open-Air-Feierlichkeiten

In der Geschäftsstelle an der Schiffbrücke hingegen herrscht alles andere als Alltag. Hier läuft die Organisation des Programms am Sonntag auf Hochtouren. Geschäftsführer Dierk Schmäschke wies noch einmal darauf hin, dass Anfragen nach Karten für die restlos ausverkaufte Flens-Arena zwecklos sind. Auch bei den Medienvertretern wird gesiebt. Mehr als 100 Akkreditierungswünsche sind eingegangen, doch auch da musste es mangels Kapazität in der Halle Absagen geben.

Genug Platz ist hingegen für die Open-Air-Feierlichkeiten, zu denen jedermann eingeladen ist. Schmäschke rechnet mit bis zu 10.000 Besuchern, die das Geschehen in der Halle zumindest akustisch verfolgen können. Das Programm beginnt um 12.30 mit Musik von DJ Stephan Nanz, ab 13 Uhr spielen „Die Andersons“ live, um 14.50 Uhr startet das „Public Hearing“: Volker Mittmann und Carsten Kock von R.SH  berichten live aus der Flens-Arena. Desweiteren versprach Schmäschke Überraschungsgäste und kündigte an, dass die Verabschiedung von sechs SG-Profis auf der Bühne vor der Halle zelebriert werden wird.

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