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Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt: Vier Neuzugänge für die Saison

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Ljubos Krieger“ wollen entschlossen in die neue Saison starten. Der Etat der SG Flensburg-Handewitt wird auf 6,5 Millionen Euro gesteigert.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 18:03 Uhr

Flensburg | Donnernde Bässe, lautstarker Trommelwirbel, Großaufnahmen von ernsten Mienen – der von martialischer Musik untermalte neue Einlauftrailer der SG Flensburg-Handewitt für ihre Heimspiele vermittelt den Eindruck: „Ljubos Krieger“ sind bereit für den Einmarsch in die Arena, in den Gesichtern der 18 „Gladiatoren“ spiegelt sich die pure Entschlossenheit wider. Der Kampf um Leben und Tod kann beginnen.

Und so ist es im übertragenden Sinne auch. „Wir werden angreifen“, versprach Trainer Ljubomir Vranjes auf der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz des Handball-Bundesligisten und blies zur Titeljagd in Meisterschaft, Champions League und Pokal. Die Lust und Vorfreude des 41-jährigen Schweden auf die neue Saison sind nachvollziehbar, denn an der Flensburger Förde herrscht in Sachen Handball mächtig frischer Wind.

Die SG hat im sportlichen Bereich nach einer Spielzeit voller Verletzungspech reagiert und – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des aufgeblähten Champions-League-Modus‘ – das Personal qualitativ und quantitativ aufgestockt. Sie geht laut Vranjes mit dem „stärksten Kader seitdem ich hier bin“ ins Rennen um Punkte und Pokale. Und auch wirtschaftlich sei der Verein auf einem guten Weg, wie Geschäftsführer Dierk Schmäschke berichtete – und einige ökonomische Eckdaten nannte: Ein von 6,0 auf 6,5 Millionen Euro gestiegener Etat, fast 4800 verkaufte Dauerkarten für die Bundesliga und 2350 für die Champions League, viele positive Verhandlungen im Sponsorenbereich sowie ein bis 2022 verlängerter Vertrag für die Spielstätte Flens-Arena.

Die SG Flensburg-Handewitt 2015/2016: Hinten von links: Johan Jakobsson, Jacob Heinl, Petar Djordjic, Tobias Karlsson, Holger Glandorf, Henrik Toft Hansen; Mitte von links: Trainer Ljubomir Vranjes, Co-Trainer Maik Machulla, Thomas Mogensen, Michael Nicolaisen, Rasmus Lauge, Jim Gottfridsson, Anders Zachariassen, Kentin Mahé; vorn von links: Bogdan Radivojevic, Lasse Svan, Kevin Møller, Mattias Andersson, Anders Eggert, Hampus Wanne.
Die SG Flensburg-Handewitt 2015/2016: Hinten von links: Johan Jakobsson, Jacob Heinl, Petar Djordjic, Tobias Karlsson, Holger Glandorf, Henrik Toft Hansen; Mitte von links: Trainer Ljubomir Vranjes, Co-Trainer Maik Machulla, Thomas Mogensen, Michael Nicolaisen, Rasmus Lauge, Jim Gottfridsson, Anders Zachariassen, Kentin Mahé; vorn von links: Bogdan Radivojevic, Lasse Svan, Kevin Møller, Mattias Andersson, Anders Eggert, Hampus Wanne.
 

Kurzum gesagt: Wenn die SG am 19. August mit dem Supercup in Stuttgart gegen Meister THW Kiel offiziell in die Saison und vier Tage später mit dem Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten ins Meisterschaftsrennen startet, ist die Euphorie bei den Handballern von der dänischen Grenze groß – und die Konkurrenz gewarnt. THW-Trainer Alfred Gislason jedenfalls hat den amtierenden DHB-Pokalsieger auf der Rechnung: „Die SG ist stärker als in der vergangenen Saison.“

Das hofft auch Vranjes: „Wir haben nun die Möglichkeiten, auf alle sportlichen Situationen zu reagieren und gleichzeitig die Belastung zu dosieren. Ich hoffe, dass wir eine Truppe zusammenhaben, die über mehrere Jahre erfolgreich Handball spielen kann“, sagte der Welttrainer des Jahres 2014 im Hinblick auf die vier hochkarätigen Neuzugänge Rasmus Lauge (THW Kiel), Henrik Toft Hansen, Petar Djordjic und Kentin Mahé (alle HSV Hamburg) – allesamt Nationalspieler mit mehrjähriger Bundesligaerfahrung, allesamt jung, dynamisch und auch schon recht erfolgreich. Zudem ist Torjäger Holger Glandorf nach seinem Achillessehnenriss wieder voll genesen. Allein die ungewisse Rückkehr von Kreisläufer Jacob Heinl nach seiner Viruserkrankung bereitet Sorgen.

„Keine Frage: Wir haben ein sehr großes Potenzial in dieser Mannschaft“, sagte Neuling Lauge, „wissen aber, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“. Um für diese kräfteraubende Aufgabe gewappnet zu sein, bekamen die Neuen gestern auf der Pressekonferenz im Haus des Hauptsponsors „Dänisches Bettenlager“ schon mal hochwertige Kissen und Decken für eine gute nächtliche Regeneration. Soll heißen: Die SG-Gladiatoren werden sich hellwach und ausgeschlafen ins Schlachtgetümmel gegen die großen Rivalen aus Kiel, Mannheim und Magdeburg werfen. Mit einem breiten Kader und einer breiten Brust.

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