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Spitzenspiel gegen Rhein-Neckar Löwen : SG-Coach Vranjes: „Wir fahren nicht so weit, um brav die Punkte abzugeben“

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Die SG Flensburg-Handewitt ist nach dem überragenden Triumph über den THW Kiel optimal motiviert gegen die derzeitige Nummer 1 der Tabelle.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 10:45 Uhr

Mannheim | Die SG Flensburg-Handewitt kann im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Mit 16 Akteuren reisten die Norddeutschen am Dienstagnachmittag nach Mannheim, wo sie am Mittwochabend beim Tabellenführer antreten. „Die müssen schon ihre Bestleistung abliefern, wenn sie gewinnen wollen. Wir fahren gewiss nicht so weit, nur um brav die Punkte abzugeben“, sagte SG-Coach Ljubomir Vranjes. Das Spitzenspiel ist um 20.15 Uhr auf Sport1 zu sehen. shz.de begleitet die Partie ab 20 Uhr mit einem Live-Ticker.

Das Spitzenspiel ist entscheidend für die Bundesliga. Bei einem Sieg der hochmotivierten Flensburger wird es spannend: Dann rückt der Drittplatzierte nahe an die beiden Tabellenführer auf. Und ausgerechnet dem Erzrivalen könnte die SG dann Schützenhilfe leisten und die Meisterschaft weiter öffnen.

Er muss lediglich Anders Zachariassen (Kreuzbandriss) und Kentin Mahé ersetzen. Der Franzose war während einer Übungseinheit am Samstag mit dem Fuß umgeknickt und muss derzeit eine Trainingspause einlegen, teilte die SG weiter mit. Trainer Vranjes muss nach der Ankunft noch entscheiden, welche weiteren zwei Akteure zusehen müssen. Denn es dürfen nur 14 Spieler auf dem Spielberichtsbogen eingetragen sein.

 

Das Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr: Gerade erst haben die Flensburger im Nordderby der Champions League den THW Kiel weggeputzt. Es war der höchste Derby-Sieg über den Nordrivalen. „Wenn man nach längerer Pause das erste Spiel bestreitet, ist man immer etwas nervös. Aber es war heute viel besser als in den anderen Jahren, die ich bei der SG erlebt habe. Diese Entwicklung stimmt mich sehr zuversichtlich für die nächsten Spiele“, sagte SG-Kapitän Tobias Karlsson nach dem 37:27-Erfolg. Der Coup machte jedenfalls Mut für die nächste Herausforderung gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Mit dem klarsten Sieg in der nun 87 Spiele währenden Derby-Geschichte über die Kieler Zebras kletterte Flensburg in Europas Königsklasse mit 18:4 Punkten wieder auf den ersten Platz der Gruppe A. Mit einem weiteren Erfolg am Mittwoch im Bundesliga-Spitzenspiel bei den Rhein-Neckar Löwen könnte die drittplatzierte SG in der Liga nach Minuspunkten bis auf einen Zähler an Spitzenreiter Mannheim und den Zweiten aus Kiel heranrücken. Die Löwen sind jedenfalls gewarnt: „Das wird ein Kampf auf Biegen und Brechen“, sagte Spielmacher Andy Schmid am Sonntag nach dem 26:19-Erfolg bei Frisch Auf Göppingen.

Mit einer Top-Leistung wie gegen die allerdings vom Verletzungspech gebeutelten Kieler ist der SG auch in der Liga alles zuzutrauen. „Das war ein großes Spiel von uns. Wir waren in jedem Teil des Spiels besser gegen den THW, der eine der besten Mannschaften der Welt hat. Wir haben verdient gewonnen“, sagte Trainer Ljubomir Vranjes.

Emotional verlief die Rückkehr von Jacob Heinl, die die überragenden Leistungen von SG-Keeper Mattias Andersson und Rasmus Lauge (9 Tore) fast noch überstrahlte. In der 57. Minute feierte der Flensburger nach gut einem Jahr Verletzungspause sein Comeback - und steuerte gleich einen Treffer zum rundum gelungenen Heimauftritt bei. „Ich habe fast geheult“, gestand der 29-Jährige im TV-Sender Sky.

Eine hartnäckige Rückenverletzung hatte den Abwehrspezialisten und Kreisläufer mehr als ein Jahr außer Gefecht gesetzt. Nun ist das Flensburger Urgestein, das seit der E-Jugend für die SG spielt, wieder bereit für die anstehenden Herausforderungen. „Auch wenn ich wohl nie wieder schmerzfrei sein werde, bin ich überglücklich, dass ich wieder spielen kann.“

 

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