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Vertrag bis 2020 : Niederländer Groener wird neuer Frauen-Bundestrainer

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Erfolgsrezept Oranje: Der neue Bundestrainer der deutschen Handballerinnen wird ab 2018 aus den Niederlanden kommen. Dort lieferte Henk Groener beachtliche Ergebnisse, nun soll er die DHB-Auswahl nach der Heim-WM übernehmen. Die Erwartungen sind hoch.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 14:37 Uhr

Ein Erfolgscoach aus den Niederlanden soll die deutschen Handballerinnen nach der Heim-WM unter den besten Teams der Welt etablieren.

Henk Groener wird zum Jahresbeginn 2018 die Nachfolge von Michael Biegler als Bundestrainer antreten, der 57-Jährige hat einen Vertrag bis zum 31. August 2020 unterschrieben. Das teilte der Deutsche Handballbund in Berlin mit. «Wir hoffen, dass Henk Groener die Mannschaft noch ein Stück weiter entwickeln kann, Richtung Weltspitze», sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann über den aus seiner Sicht «herausragenden Bundestrainer».

Als Ziel für die kommenden Großereignisse gab der Verbandschef die Halbfinal-Teilnahme bei der Heim-Weltmeisterschaft im Dezember und eine Medaille bei Olympia 2020 in Tokio aus. «Wir sind froh, diese Personalfrage deutlich vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land beantwortet zu haben», betonte Michelmann.

Groener führte die Oranje-Frauen, die zuvor nicht gerade als Handball-Macht bekannt waren, bei der WM 2015 ins Endspiel und bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme 2016 ins Halbfinale. Nach dem vierten Platz in Rio trat er von seinem Posten zurück.

«Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Herausforderung, die Entwicklung der deutschen Frauen-Nationalmannschaft und damit die Arbeit von Michael Biegler und Wolfgang Sommerfeld ab dem 1. Januar 2018 fortsetzen zu dürfen», erklärte Groener. Sein Debüt wird er wahrscheinlich im März in der EM-Qualifikation gegen Spanien geben.

Schon vor dem derzeitigen Coach hatte der DHB in den Dänen Jakob Vestergaard und Heine Jensen ausländische Trainer engagiert. Aus drei Kandidaten sei die Entscheidung einstimmig auf Groener gefallen, berichtete Michelmann.

Biegler wird das DHB-Team bei den Welt-Titelkämpfen vom 1. bis 17. Dezember letztmals betreuen und danach den Männer-Bundesligisten SC DHfK Leipzig übernehmen. Der 56-Jährige hatte den Job bei den deutschen Frauen stets als zeitlich begrenztes Projekt angesehen. «Wir wollten auf jeden Fall, dass es eine Fortsetzung der Entwicklung auf diesem Qualitätslevel gibt», sagte Michelmann und scherzte mit Blick auf Biegler: «Wir wollten Leipzig nicht zweimal innerhalb eines halben Jahres den Trainer wegnehmen.» Anfang Februar hatte der DHB den damaligen Leipziger Coach Christian Prokop als Männer-Bundestrainer verpflichtet.

Prokop startet mit seinem Team diese Woche in die erste Phase der EM-Vorbereitung. Nach dem Lehrgang in der Hauptstadt stehen für den Europameister am Samstag in Magdeburg und am Sonntag in Berlin Härtetests gegen Spanien, EM-Finalgegner von 2016, an. «Spanien wird die Sache mit sehr viel Biss angehen. Das ist genau das Richtige, was wir nach einer intensiven Trainingswoche brauchen», sagte Prokop. Fehlen wird wohl Kreisläufer Patrick Wiencek vom THW Kiel, der sich einer Zahn-Operation unterziehen musste.

Auf den zentralen Positionen seien in dem 18-Mann-Aufgebot bereits «wichtige Eckpfeiler» für das endgültige Aufgebot der EM (12. bis 28. Januar 2018) in Kroatien vertreten, betonte der Bundestrainer. Er werde allerdings aus einem Pool von 30 Spielern auswählen. «Gerade wenn man die Außenpositionen nimmt, ist man da nicht gesetzt. Da ist die Tür für die offen, die jetzt nicht dabei sind.» Nach den beiden Partien gegen Spanien trifft sich das Team am 28. Dezember erneut, der finale EM-Lehrgang beginnt am 2. Januar in Stuttgart.

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