Handball : Kieler Sieg in letzter Sekunde

Der Kieler Marko Vujin.
Der Kieler Marko Vujin.

Lange lag der THW Kiel gegen den Vfl Gummersbach hinten. Mit bis zu acht Toren. Am Ende reicht es dennoch für einen knappen Sieg

shz.de von
11. September 2013, 22:31 Uhr

Unvorstellbarer Krimi in der Kieler Ostseehalle: Handball-Rekordmeister THW Kiel lag gegen den Außenseiter VfL Gummersbach schon aussichtslos zurück und sicherte sich in einer dramatischen Schlussphase doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. 31:30 (14:20) hieß es am Ende für den THW.

Am Ende hielt es keinen Zuschauer mehr auf dem Platz. So eine Schlussphase hatte man im Kieler Handball-Tempel schon lange nicht mehr erlebt. Über 50 Minuten lang machten die Underdogs in aus Gummersbach das Spiel, und am Ende liegen sich doch die Spieler des THW jubelnd und glückselig in den Armen.

Die Gummersbacher überraschten zunächst mit dem klar besseren Spiel und lagen  schon nach zehn Minuten mit 8:4 in Führung.  Kiels Coach Alfred Gislason, der vor der Auswärtsstärke des Gegners gewarnt hatte, reagierte und brachte früher als erwartet den lange verletzten Aron Palmarsson aufs Feld. Und der machte gleich bei seiner ersten Aktion sein erstes Tor (12.). Die Halle kochte.  Doch die Gummersbacher ließen sich davon nicht beeindrucken, blieben weiter am Drücker und gingen mit einer klaren Führung in die Pause.

Auch nach dem Wechsel beherrschten die Oberbergischen das Geschehen und bauten den Vorsprung einmal sogar auch acht Treffer aus (23:15/37.). „Wir haben aber immer an uns geglaubt“, sagte ein überglücklicher Palmarsson nach der Partie. In der Schlussphase hatte dann  endlich auch Filip Jicha seinen Rhythmus gefunden und hatte mit fünf Treffern großen Anteil daran, dass es doch noch ein Happy End für den Spitzenreiter gab.

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