Handball-Bundesliga : Kiel feiert Auftaktsieg - Magdeburg gewinnt Ost-Derby

Kiels Trainer Alfred Gislason war zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.
Kiels Trainer Alfred Gislason war zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

Die Favoriten landen in der Handball-Bundesliga ungefährdete Siege. Rekordmeister Kiel benötigt in Ludwigshafen allerdings eine längere Anlaufzeit.

shz.de von
02. September 2018, 18:00 Uhr

Titelfavorit THW Kiel hat sich bei seinem verspäteten Saisonstart in der Handball-Bundesliga keine Blöße gegeben. Der Rekordmeister feierte einen glanzlosen 26:19 (13:11)-Sieg bei den Eulen Ludwigshafen.

Der SC Magdeburg entschied das Ost-Derby gegen den SC DHfK Leipzig klar mit 28:20 (13:9) zu seinen Gunsten und durfte sich neben zwei weiteren Punkten auch über die langfristige Vertragsverlängerung von Nationalspieler Matthias Musche bis 2024 freuen.

Die TSV Hannover-Burgdorf löste die Pflichtaufgabe gegen Aufsteiger Bergischer HC mit 29:26 (12:12). Dank der Treffsicherheit von Nationalspieler Julius Kühn (8 Tore) landete die MT Melsungen mit einem 33:24 (17:16) beim zweiten Neuling SG BBM Bietigheim den ersten Saisonsieg. Altmeister VfL Gummersbach war beim 22:30 (10:15) in Erlangen chancenlos.

Der 20-fache Champion aus Kiel tat sich bei seinem ersten Saisonauftritt vor 2249 Zuschauern eine Halbzeit lang äußerst schwer. Der Sieg in Ludwigshafen geriet dank einer Steigerung nach der Pause aber letztlich nicht in Gefahr. Beste THW-Werfer waren Niclas Ekberg und Lukas Nilsson mit jeweils sechs Toren.

«Das Ergebnis ist okay, aber in der ersten Halbzeit war ich mit dem Angriff alles andere als zufrieden. Da haben wir zu statisch gespielt und die nötige Konzentration vermissen lassen. Das darf eigentlich nicht passieren», sagte THW-Trainer Alfred Gislason im Pay-TV-Sender Sky.

Gut fünf Minuten dauerte es bis zum ersten Saisontor für die Kieler, gar eine Viertelstunde bis zur ersten Führung beim 6:5. In dieser Phase passte beim Favoriten nicht viel zusammen. «Die Mannschaft war nervös, immerhin hat sie zwei Wochen auf dieses Spiel gewartet», stellte Gislason fest. Erst nach dem Wechsel lief es besser, weil die Abwehr kompakter stand und die Angriffe konzentrierter abgeschlossen wurden.

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