zur Navigation springen

Handball Supercup 2015 : Interview mit Rune Dahmke: THW-Spieler hofft auf Debut in Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Kieler ist erst seit zwei Jahren Profi. Heute Abend könnte er sein erstes Spiel für die Nationalmannschaft machen.

Herr Dahmke, vor nicht einmal zwei Jahren haben Sie Ihren ersten Profi-Vertrag unterschrieben, nun stehen Sie kurz vor Ihrem Länderspieldebüt. Ist Ihnen diese rasante Entwicklung manchmal selbst unheimlich?

Ja. So richtig begreifen kann ich das eigentlich immer noch nicht.

Wie haben Sie von Ihrer Nominierung für das DHB-Team erfahren?

Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat nach unserem Auswärtsspiel in der Champions League bei Wisla Plock (10. Oktober, Anm. d. Red.) mit unserem Trainer Alfred Gislason telefoniert. Der hat mir dann gesagt, dass ich nominiert bin. Zuerst habe ich gedacht, Alfred erlaubt sich einen Scherz mit mir.

Böse Zungen behaupten, Sie seien nur dabei, weil Sie beim THW spielen. Andere hätten es eher verdient, zum Nationalteam eingeladen zu werden. Was sagen Sie Ihren Kritikern?

Was soll ich sagen? Ich habe mich niemals aufgedrängt und gefordert, nominiert zu werden. Es gibt viele gute Spieler auf Linksaußen. Aber ich denke, ich habe zuletzt nicht so schlecht gespielt.

Beim THW haben Sie von der Verletzung Dominik Kleins profitiert (Kreuzbandriss, Anm. d. Red.). Hat er Ihnen schon ein paar Tipps für die Nationalmannschaft gegeben?

Nein. Er hat nur gesagt, ich soll die Zeit bei der Nationalmannschaft genießen.

Klein kehrt aller Voraussicht nach kommende Woche ins Training beim THW zurück. Fürchten Sie um den Status als Nummer 1 auf Linksaußen?

Nein. Ich hoffe, dass Dominik so schnell wie möglich zurückkommt und wieder so stark wird, wie er vor seiner Verletzung war. Wir werden sicherlich beide unsere Spielanteile haben. Wir verstehen und ergänzen uns gut.

Der Verein möchte den Vertrag mit Klein nur bis 2017 verlängern. Hätten Sie noch gerne länger mit ihm zusammengearbeitet?

Ja. Ich fände es schade, wenn er geht. Er hat mir in meinem ersten Jahr unwahrscheinlich viel geholfen und war immer mein erster Ansprechpartner. Von ihm habe ich viel gelernt.

Heute könnten Sie als Kieler Ihr Länderspieldebüt ausgerechnet in der Flens-Arena geben...

Das ist schon komisch, ausgerechnet in Flensburg. Aber ich weiß ja noch gar nicht, ob ich beim Supercup überhaupt zum Einsatz komme. Darüber mache ich mir auch noch gar keine Gedanken. Ich will erst einmal alles aufsaugen, was hier so passiert. Es wäre natürlich klasse, wenn ich am Sonntag in meiner Heimat Kiel zum Einsatz käme. Aber wenn ich schon in Flensburg mein Debüt gebe, wäre ich sicherlich nicht traurig.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Nov.2015 | 10:28 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen