Premiere : HSV Hamburg siegt in der Champions-League

Die neuen Handball-Könige Europas: Die Siegerehrung war erst der Auftakt für eine lange Nacht, in der die Hamburger ihren Triumph ausgiebig feierten. Foto: dpa
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Die neuen Handball-Könige Europas: Die Siegerehrung war erst der Auftakt für eine lange Nacht, in der die Hamburger ihren Triumph ausgiebig feierten. Foto: dpa

Deutschland kann Champions League: Eine Woche nach den Fußballern des FC Bayern München haben die Handballer des HSV Hamburg die Königsklasse gewonnen.

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04. Juni 2013, 08:56 Uhr

Köln | Der HSV Hamburg ist Europas bester Handball-Club. Mit Leidenschaft und einem überragenden Kampfgeist hat der deutsche Meister von 2011 erstmals die Champions League gewonnen. In einem Endspiel-Krimi besiegten die Hamburger am Sonntag in Köln den FC Barcelona mit 30:29 (25:25, 9:11) nach Verlängerung und krönten sich zum Nachfolger von Vorjahressieger THW Kiel.
20.000 begeisterte Zuschauer in der ausverkauften Lanxess Arena feierten den Sieger des Endrunden-Turniers Final4. Beste Spieler beim HSV waren Torhüter Johannes Bitter und Michael Kraus (6) als Torschütze. Für Barcelona traf Siarhei Rutenka siebenmal. "Das ist unfassbar, das kann man überhaupt nicht beschreiben", sagte Kraus im TV-Sender Eurosport und betonte: "Wir haben von Beginn an an unsere Chance geglaubt". Bundestrainer Martin Heuberger pflichtete bei: "Der HSV hat hochverdient gewonnen", lobte Heuberger die Hamburger.

Zähes Ringen um jeden Ball und jedes Tor

Im Endspiel lieferten sich Hamburg und Barcelona ein zähes Ringen um jeden Ball und jedes Tor. Wie am Vortag im Halbfinale überzeugten die Spanier vorrangig mit ihrer kompromisslosen und schnellfüßigen Abwehr. Der HSV tat sich schwer, dieses vom Schweden Magnus Jernemyr organisierte Abwehrbollwerk zu knacken. Und dahinter hatte Barcelona in Danijel Saric einen erstklassigen Rückhalt, der zahlreiche Würfe der Hamburger parierte.
Dennoch bewies Hamburg seine Champions-League-Reife. Wann immer sich Barcelona einen Zwei-Tore-Vorsprung verschaffte, glich der deutsche Meister von 2011 wieder aus. Bis zum 8:8 (23.) verlief die Partie absolut ausgeglichen, weil beide Teams nur wenige Fehler machten. Erst danach kamen die Endspiel-erfahrenen Spanier zur 11:9-Pausenführung.
Immer wieder animierten Trainer Martin Schwalb und die Ersatzspieler von der Bank aus die Fans zum Anfeuern. Davon angetrieben glich der HSV nach einen Drei-Tore-Rückstand (10:13) beim 13:13 (38.) aus und erkämpfte sich dank der Glanzparaden von Torhüter Johannes Bitter beim 16:15 (43.) seine erste Führung. Und als Michael Kraus auf 20:18 (48.) erhöhte, stand die ganze Halle Kopf. Trotz einer 24:20-Führung (55.) musste der HSV noch in die Verlängerung.

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