Entzogene Lizenz : HBL-Gericht entscheidet über Zukunft des HSV

Die Fans der HSV-Handballer zittern. Am Mittwoch fällt die endgültige Entscheidung: Gibt es in dritter Instanz doch noch die Lizenz für die Bundesliga? Muss der Champions-League-Sieger von 2013 Insolvenz beantragen und ganz unten in der dritten Liga wieder neu anfangen?

shz.de von
25. Juni 2014, 08:48 Uhr

Hamburg | Das Schiedsgericht der Handball-Bundesliga (HBL) entscheidet am Mittwoch über die Zukunft des HSV Hamburg. Das Gremium verhandelt am frühen Nachmittag im ostwestfälischen Minden in letzter Instanz, ob der HSV die entzogene Lizenz zurückbekommt - oder nicht.

„Wir sind optimistisch, dass wir recht bekommen“, hatte Aufsichtsratsmitglied Matthias Rudolph in der vergangenen Woche gesagt. „Wenn das Urteil positiv ausfällt, muss uns sofort die Lizenz erteilt werden - mit Auflagen oder wie auch immer.“  Der HSV wird in dem Schiedsgerichtsverfahren von den Münchner Rechtsanwälten Thomas Summerer und Dennis Geißler vertreten. Vom Club sind dem Vernehmen nach Interimspräsident Frank Spillner und Geschäftsführer Holger Liekefett dabei. Der Rekordnationaltorwart und Anwalt Andreas Thiel vertritt die HBL in der Angelegenheit.

Aus wirtschaftlichen Gründen war dem HSV sowohl in erster als auch nach Überarbeitung der Unterlagen in zweiter Instanz die Spielgenehmigung für die kommende Saison verweigert worden. Diesmal geht es um Formfragen, nicht um den Inhalt. Sollte das Schiedsgericht den Einspruch des HSV ablehnen, muss die Spielbetriebs-GmbH der Hanseaten zügig die Insolvenz beantragen und der Champions-League-Sieger von 2013 würde in der nächsten Spielzeit in der 3. Liga spielen. „Dass das Urteil vom Schiedsgericht so spät fällt, ist äußerst ungünstig“, hatte Matthias Rudolph kürzlich betont. „Einige Spieler haben Angebote, müssen sich aber gedulden.“

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