Handball-Bundesliga : Viel Grund zur Freude: SG Flensburg-Handewitt besiegt TVB Stuttgart mit 29:21

Kapitän auf großer Fahrt: Tobias Karlsson trifft bei einem   Tempogegenstoß für die SG.staudt

Kapitän auf großer Fahrt: Tobias Karlsson trifft bei einem Tempogegenstoß für die SG.

Die SG konnte mit ihrem Heimsieg über den TVB 1898 Stuttgart die Rekordserie von Spielen ohne Niederlage ausbauen.

shz.de von
11. Oktober 2018, 21:11 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt zieht unwiderstehlich ihre Kreise an der Spitze der Handball-Bundesliga. Das Heimspiel gegen den TVB Stuttgart brachte mit 29:21 (13:8) den neunten Sieg in dieser Spielzeit und damit die Einstellung des Startrekordes von 2016 mit 18:0 Punkten sowie mit 17 Erfolgen in Serie (saisonübergreifend) eine weitere Bestmarke.

Dabei hat das Team von Trainer Maik Machulla noch nicht einmal alle Möglichkeiten, die sich am Donnerstag Abend boten, ausgeschöpft. Ein weitaus deutlicherer Sieg wäre drin gewesen, aber die Flensburger konzentrierten sich auf andere, noch wichtigere Dinge. Dazu gehörte das lang ersehnte Debüt des neuen Spielmachers Göran Johannessen, der in der 23. Minute beim Stand von 10:6 auf das Parkett geschickt wurde.

Es wurde ein beachtlicher Einstand des 24 Jahren alten Norwegers, der im Beisein seines Nationaltrainers Christian Berge unterstrich, warum er trotz mehrmonatiger Verletzungspause direkt wieder für die Auswahl seines Landes nominiert worden ist. Johannessen spielte selbstbewusst, war schnell auf den Beinen, sprungstark und torgefährlich – das wirkte sehr vielversprechend. Man konnte dem 2019 bevorstehenden Abschied von Rasmus Lauge ein wenig entspannter entgegensehen, obwohl der Däne mit einer glänzenden Leistung und neun Treffern seine Bedeutung für die SG verdeutlichte.

Maik Machulla: „Gut in der Abwehr gestanden mit einem überragenden Torbjörn dahinter“

Und es gab noch einen besonderen Moment: SG-Kapitän Tobias Karlsson tauchte bei einem Konter vor dem leeren Tor der Gäste auf und erzielte einen seiner seltenen Treffer, der natürlich besonders gefeiert wurde.

Und noch ein weiterer SG-Akteur feierte einen großen Tag. Torbjörn Bergerud hat die für ihn bitteren ersten Spiele im Flensburger Tor hinter sich gelassen und war mit 19/2 Paraden ein großer Rückhalt für sein Mannschaft, was Maik Machulla würdigte: „Über 60 Minuten haben wir gut in der Abwehr gestanden mit einem überragenden Torbjörn dahinter.“

Weniger erfreut war der SG-Coach darüber, dass sich seine Leute unnötig unter Druck setzten: „Die Fehler im Angriff waren ärgerlich, wir hätten und früher deutlicher absetzen können.“

Die SG begann mit einem 4:0 (8.), ließ dann aber mit vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen gegen TVB-Keeper Johannes Bitter manches Chance liegen. Auch im zweiten Durchgang schrumpfte ein Neun-Tore-Vorsprung zeitweise wieder ein – insgesamt geriet der Meister aber nie in nennenswerte Gefahr.

Fakten zum Spiel

SG Flensburg-Handewitt: Bergerud, Buric (n.e.) – Karlsson (1), Golla (n.e.), Hald (2), Glandorf (1), Svan (4), Wanne, Jeppsson, Jöndal (2/1), Steinhauser, Zachariassen (1), Johannessen (2), Gottfridsson (4), Lauge (9), Röd (3).

TVB Stuttgart: Bitter, Maier (ab 52) – Schimmelbauer (3), Häfner (3), Weiss (1), Schagen, Schweikardt (3/1), Späth, Markotic, Baumgarten, Röthlisberger (1), von Deschwanden (5), Pfattheicher (3), Schmidt (2).

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg).

Zeitstrafen: 3:4. - 7m: 1:3. - Z.: 5930.

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