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Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt siegt gegen Wetzlar – und verabschiedet Vranjes

vom

Die Flensburger konnten sich zu Hause mit 34:31 (15:13) durchsetzen.

Flensburg | Die Fans der SG Flensburg-Handewitt haben ihre Mannschaft und ihren Trainer wieder lieb. Das Scheitern im Finale des DHB-Pokals gegen den THW Kiel und in der Meisterschaft gegen die Rhein-Neckar Löwen – alles vergessen. 6300 Zuschauer  in der ausverkauften Flens-Arena bereiteten dem scheidenden Trainer und den Spielern, die den Verein verlassen, einen begeisternden Abschied. Immer wieder hallten „Ljubomir Vranjes“- und „Anders Eggert“-Gesänge durch die Halle.

Der 34:31 (15:13)-Erfolg im Abschluss-Spiel gegen die HSG Wetzlar wurde zur Nebensache. Minutenlang feierte die Nordkurve die Spieler und ihren Trainer. Und Ljubomir Vranjes, der vor zwei Wochen nach dem 21:23 gegen die Rhein-Neckar Löwen und dem vorzeitigen Scheitern in der Meisterschaft noch böse Kommentare in den sozialen Netzwerken über sich hatte ergehen lassen müssen, stand mitten auf der Nordtribüne, nahm sich das Mikrofon und gab den Fans beim Singen die Worte vor.

 

Zuvor bei der offiziellen Verabschiedung waren beim Trainer, der im Sommer nach Ungarn zu Telekom Veszprem und zur ungarischen Nationalmannschaft wechselt, und den scheidenden Spielern reichlich Tränen geflossen. Insbesondere bei Vranjes, der elf Jahre als Spieler, Sportdirektor und Trainer im Verein war und die SG wieder in der europäischen Spitze etablierte, sowie bei Publikumsliebling Anders Eggert, der nach zehn Jahren SG in seine dänische Heimat zurückkehrt. „Man kann nicht allein gewinnen“, sagte Vranjes mit feuchten Augen. „Dazu gehören viele Leute. Und ich bin stolz, dass wir hier eine Mannschaft haben, die zu den besten in Europa zählt.“ Der 43-Jährige bedankte sich bei seiner Ehefrau Maria und den Kindern für die Unterstützung und das Verständnis in den vergangenen Jahren. „Und die zweite Familie seid Ihr“, rief er den Fans zu, die mit tosendem Beifall antworteten.

Der Beiratsvorsitzende Boy Meesenburg verabschiedete Vranjes mit den Worten: „Dass deine letzte Saison nicht mit einem Titel gekrönt wurde, tut uns allen weh. Aber Ljubo, das holst du hier irgendwann nach.“

Anders Eggert, der in seinem letzten Spiel für die SG noch einmal fünf Tore erzielte, hatte ebenfalls mit den Tränen zu kämpfen. „Ich hätte gerne ein paar große Worte gesagt, aber jetzt finde ich nicht einmal ein paar lustige“, sagte der 35-jährige Däne. Der Publikumsliebling, der insgesamt 2526 Tore für die SG erzielte, wird in der nächsten Saison für Skjern HB in der dänische Liga auf Torjagd gehen. Ins Ausland zieht es auch Johan Jakobsson und Petar Djordjic. Der Schwede kehrt nach drei Jahren der Liebe wegen in seine Heimat zurück, Djordjic sucht beim weißrussischen Meister Meshkow Brest eine neue Herausforderung. Innerhalb der Bundesliga wechselt Bogdan Radivojevic. Der 24-jährige Rechtsaußen geht zum alten und neuen Meister Rhein-Neckar Löwen.

Das Spiel im Ticker:

 
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erstellt am 10.Jun.2017 | 12:36 Uhr

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