Handball-Bundesliga : 29:19 – THW Kiel ringt Wetzlar mit langem Anlauf nieder

Am Ball Nikola Bilyk gegen Alexander Hermann un Hendrik Schreiber.

Am Ball Nikola Bilyk gegen Alexander Hermann un Hendrik Schreiber.

Nach den letzten beiden Partien in der Handball Bundesliga haben die Kieler gegen Wetzlar einiges gut gemacht.

shz.de von
11. Oktober 2018, 21:20 Uhr

Das war ein phasenweise hartes Stück Arbeit für den THW Kiel – und phasenweise ein äußerst seltsames. Dennoch reichte es für den Handball-Rekordmeister zum fünften Bundesliga-Sieg in Folge, der letztlich deutlich ausfiel. Donnerstagabend bezwangen die „Zebras“ in eigener Halle die HSG Wetzlar mit 29:19 (12:12), schon morgen steigt das Topspiel bei den Rhein-Neckar Löwen (18.10 Uhr/ Sky). „Das war ein total verrücktes Handballspiel. Ich habe selten ein Spiel mit so vielen Unterschieden erlebt“, betonte THW-Trainer Alfred Gislason.

Zu Beginn der 350. Bundesliga-Partie des THW unter der Regie von Gislason traute so mancher Zuschauer seinen Augen nicht. Der THW, bei dem Rückraum-Linkshänder Steffen Weinhold mit Oberschenkelproblemen kurzfristig passen musste, wirkte zögerlich und unkoordiniert, Wetzlar frisch und mutig. Angetrieben von Emil Frend Öfors, der in der Vorsaison noch das THW-Trikot getragen hatte, legten die Gäste einen 5:0-Blitzstart hin (7.). Die THW-Torflaute beendete der Nachfolger des Schweden auf Linksaußen, Magnus Landin. Der Däne traf zum 1:5 (9.) – der Start einer Kieler Aufwachphase, die mit dem sehenswerten 5:5 durch Patrick Wiencek endete (13.).

Niclas Ekberg vom THW Kiel jubelt.
imago/Philipp Szyza

Niclas Ekberg vom THW Kiel jubelt.

 

Das Spiel des THW schien nun einen roten Faden zu bekommen – doch der riss urplötzlich wieder ab. Beim Stand von 5:7 (15.) sammelte Lukas Nilsson in Überzahl gleich drei Ballverluste, die HSG zog auf 10:5 davon. Kiel kämpfte und krampfte sich in die Partie, robbte sich Tor um Tor an die das Tempo verschleppenden Hessen heran und glich in der letzten Minute der ersten Hälfte durch Hendrik Pekeler aus (12:12).

Nach der Pause blieben die Gäste zunächst auf Augenhöhe (14:14/33.), dann aber ließen die Kräfte der Wetzlarer mit zunehmender Spieldauer nach. Der THW glänzte nicht, war nun aber deutlich konsequenter und effektiver im Abschluss. Spätestens ab dem 25:17 durch Pekeler (50.) ging es nur noch um die Höhe des Kieler Heimsieges.

Die Fakten zum Spiel

THW Kiel: N. Landin, Wolff (n.e.) – Duvnjak (3), Reinkind (2), M. Landin (7), Firnhaber (n.e.), Kristjansson (1), Wiencek (1), Ekberg (7/3), Rahmel (n.e.), Dahmke (n.e.), Zarabec (2), Bilyk (2), Pekeler (4), Nilsson

HSG Wetzlar: Marinovic, Klimpke – Hermann (1), Kneer, Ferraz, Mirkulovski, Schreiber, Torbrügge, Weißgerber (3), Frend Öfors (6), Holst (1/1), Schefvert, Lindskog (4), Cavor  (4)

Schiedsrichter:  Hartmann /  Schneider (Magdeburg/Barleben)

Zuschauer: 10285

Zeitstrafen: 0:3

Siebenmeter: 3/3:1/1

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