Handball-EM in Kroatien : Sloweniens Einspruch abgelehnt: Deutschland sicher in zweiter Gruppenphase

Sloweniens Trainer Veselin Vujovic diskutierte nach dem Spiel mit Deutschlands Torhüter Silvio Heinevetter.
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Sloweniens Trainer Veselin Vujovic diskutierte nach dem Spiel mit Deutschlands Torhüter Silvio Heinevetter.

Auch der zweite Einspruch der Slowenen wurde von der EHF abgewiesen. Ob sie nun – wie angedroht – aus dem Turnier ausscheiden, ist unklar.

shz.de von
17. Januar 2018, 13:20 Uhr

Zagreb | Die Europäische Handball-Föderation hat auch den zweiten Einspruch Sloweniens gegen die Wertung des EM-Vorrundenspiels gegen Deutschland (25:25) abgewiesen. Dies bestätigte DHB-Vizepräsident Bob Hanning am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir haben mit dieser Entscheidung gerechnet. Alles andere wäre eine große Überraschung gewesen“, sagte Hanning. „Wir sind froh, dass wir uns jetzt wieder auf das Sportliche konzentrieren können.“ Damit hat das Ergebnis endgültig Bestand, da Slowenien keine weitere Einspruchsmöglichkeit besitzt. Ob sich der WM-Dritte nun tatsächlich - wie angedroht - vom Turnier zurückzieht, bleibt abzuwarten.

Der slowenische Verband hat am späten Dienstagabend fristgerecht Widerspruch gegen die Ablehnung des Protestes eingelegt. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend. „Wir nehmen dies zur Kenntnis und beraten über das weitere Vorgehen“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Nach dem ersten abgewiesenen Protest gegen die Wertung des 25:25-Unentschiedens gegen die deutschen Handballer erwägte Slowenien am Dienstag sogar den Ausstieg aus der EM. „Was hier passiert ist, sprengt alle Grenzen“, sagte der Sekretär des slowenischen Handballverbandes, Goran Cvijic, am Dienstag in Zagreb: „Der Verband denkt ernsthaft darüber nach, die EM zu verlassen. Auf der anderen Seite sind wir uns über die ganzen negativen Folgen auch für die kommende Generation bewusst.“

Zuvor berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA, der Verband habe eine formale Beschwerde gegen die Schiedsrichter eingereicht, von denen sich die Slowenen zum wiederholten Male ungerecht behandelt fühlen. Schon nach dem ersten Gruppenspiel gegen Mazedonien (24:25) sei eine ähnliche Beschwerde eingereicht worden.

Der Protest gegen das Deutschland-Spiel war am Dienstagvormittag vom europäischen Verband EHF abgewiesen worden. Die DHB-Auswahl hatte am Montagabend beim Remis gegen den WM-Dritten nach dem Einsatz des Videobeweises wegen einer Regelwidrigkeit der Slowenen in letzter Sekunde einen Siebenmeter zugesprochen bekommen, den Tobias Reichmann zum Ausgleich verwandelte. Trainer Veselin Vujovic bezeichnete die Schiedsrichter-Entscheidung im Anschluss als „Zirkus“.

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