Handball-EM 2018 : Die deutsche EM-Historie im Zeitraffer

2018 ist Deutschland in Kroatien auf Mission Titelverteidigung.
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2018 ist Deutschland in Kroatien auf Mission Titelverteidigung.

Die deutschen Handballer hoffen bei der EM in Kroatien auf das fünfte Edelmetall in der Geschichte. Bisher gab es zwei Triumphe sowie je einmal Silber und Bronze.

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11. Januar 2018, 10:03 Uhr

Zagreb | 1994 wurde erstmals eine Handball-Europameisterschaft der Männer ausgetragen. Vom 12. bis 28. Januar finden in Kroatien die 13. Titelkämpfe statt. Die deutsche EM-Historie im Zeitraffer:

Portugal 1994: Zwölf Nationen sind bei der Premiere in Portugal dabei. Den ersten Titel gewinnt Schweden. Die DHB-Auswahl holt in der Vorrunde lediglich drei Punkte und wird nur Neunter.

Bundestrainer Arno Ehret hatte bei der EM 1994 nicht viel Grund zur Freude.
Foto: Imago/Werek

Bundestrainer Arno Ehret hatte bei der EM 1994 nicht viel Grund zur Freude.

 

Spanien 1996: Für die deutsche Mannschaft läuft es nicht viel besser als zwei Jahre zuvor. Wieder gibt es in der Gruppenphase nur einen Sieg und ein Remis – am Ende steht Platz acht zu Buche. Gold geht an Russland.

Stefan Kretzschmar am Ball.
Foto: Imago/Claus Bergmann
Stefan Kretzschmar am Ball.
 

Italien 1998: Das erste Edelmetall! Im Spiel um Platz drei wird Titelverteidiger Russland in einem Handball-Krimi mit 30:28 nach Verlängerung bezwungen. Schweden bejubelt den zweiten Titelgewinn.

Deutschland jubelt über den dritten Platz bei der EM.
Foto: Imago/Heuberger
Deutschland jubelt über den dritten Platz bei der EM.
 

Kroatien 2000: Der Absturz. Nach einer sieglosen Vorrunde mit nur zwei Unentschieden sichert sich die deutsche Mannschaft durch ein 19:17 gegen Dänemark wenigstens noch Rang neun. Im Finale triumphiert erneut Schweden.

Schweden feiert den nächsten großen Erfolg.
Foto: Imago/Heuberger
Schweden feiert den nächsten großen Erfolg.
 

Schweden 2002: Erstmals findet die Endrunde mit 16 Teams statt – und Deutschland holt Silber. Im Endspiel zieht die DHB-Auswahl gegen Gastgeber Schweden, der den vierten Titel feiert, erst in der Verlängerung mit 31:33 den Kürzeren.

Enttäuschung bei Bundestrainer Heiner Brand (v.l.), Stefan Kretzschmar, Florian Kehrmann und Pascal Hens. Gegen Schweden war der Titel greifbar nahe.
Foto: Imago/Schröder
Enttäuschung bei Bundestrainer Heiner Brand (v.l.), Stefan Kretzschmar, Florian Kehrmann und Pascal Hens. Gegen Schweden war der Titel greifbar nahe.
 

Slowenien 2004: Endlich am Gold-Ziel! Nach einer durchwachsenen Vorrunde fegt Deutschland mit drei Siegen durch die Hauptrunde. Im Halbfinale wird Dänemark besiegt, im Endspiel hat Gastgeber Slowenien keine Chance.

Wettschulden sind Ehrenschulden: Nach dem EM-Sieg muss der Schnauzbart von Trainer Heiner Brand dran glauben.
Foto: Imago/Camera 4
Wettschulden sind Ehrenschulden: Nach dem EM-Sieg muss der Schnauzbart von Trainer Heiner Brand dran glauben.
 

Schweiz 2006: Nach einem Remis gegen Spanien büßt Deutschland durch eine Vorrundenniederlage gegen den späteren Europameister Frankreich seine Medaillenchance ein. Da helfen auch drei Siege in der Hauptrunde nicht mehr. Am Ende steht Rang fünf.

Der deutsche Kader bei der EM 2006.
Foto: Imago/Hoch2
Der deutsche Kader bei der EM 2006.
 

Norwegen 2008: Die DHB-Auswahl darf lange auf eine Medaille hoffen – geht als Vierter aber letztlich leer aus. Im Halbfinale ist Titelträger Dänemark um ein Tor besser, im Spiel um Platz drei Frankreich zu stark.

Oliver Roggisch ist enttäuscht.
Foto: Imago/Heuberger
Oliver Roggisch ist enttäuscht.
 

Österreich 2010: Die deutsche Mannschaft erreicht mit Ach und Krach die Hauptrunde, wo das Aus kommt. Am Ende reicht es nur zu einem Sieg und Platz zehn. Frankreich triumphiert im Endspiel gegen Kroatien.

Frankreich feiert den Titelgewinn.
Foto: Imago/Newspix
Frankreich feiert den Titelgewinn.
 

Serbien 2012: Deutschland wird zwar Vorrundensieger in der Gruppe B, doch in der Hauptrunde gelingt kein Sieg mehr – Platz sieben. Dänemark holt sich im Finale gegen Serbien zum zweiten Mal EM-Gold.

Lange Gesichter bei Patrick Wiencek (von links), Tobias Reichmann und Steffen Weinhold.
Foto: Imago/Jan Hübner
Lange Gesichter bei Patrick Wiencek (von links), Tobias Reichmann und Steffen Weinhold.
 

Dänemark 2014: Der Tiefpunkt. Erstmals findet eine EM-Endrunde ohne Deutschland statt. In der Qualifikation bleibt die DHB-Auswahl an Tschechien und Montenegro hängen. Frankreich wird zum dritten Mal Europameister.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson kann nicht verhindern, das Deutschland das EM-Ticket verpasst.
Foto: Imago/Eibner
Bundestrainer Dagur Sigurdsson kann nicht verhindern, das Deutschland das EM-Ticket verpasst.
 

Polen 2016: Die Gold-Sensation! Als Außenseiter angereist, spielen sich die Bad Boys nach einer Auftaktniederlage gegen Spanien in einen Turnierrausch. In einem denkwürdigen Halbfinale wird Norwegen in der Verlängerung mit 34:33 bezwungen, im Endspiel Spanien beim 24:17 förmlich demontiert.

Dagur Sigurdsson reckt die Meisterschale in die Höhe.
Foto: Imago/Contrast
Dagur Sigurdsson reckt die Meisterschale in die Höhe.
 
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