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Handball-EM 2016 in Polen : Alle deutschen Spiele im Liveticker auf shz.de

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Alles zur Handball-EM 2016 in Polen finden Sie auf shz.de: Liveticker, Statistiken und Zahlen.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 13:57 Uhr

Breslau | Mit vier Spielen in zwei Vorrundengruppen startet am Freitag die Handball-EM der Männer in Polen. Erster Höhepunkt ist das Auftaktspiel des Gastgebers unter Führung des deutschen Trainers Michael Biegler in Krakau gegen Serbien. Die deutsche Mannschaft bestreitet ihr erstes Spiel am Samstag (18.30 Uhr) in Breslau gegen Spanien. Das Spiel können Sie - wie allen Partien der EM - im Liveticker auf shz.de verfolgen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur EM:

Wo findet die EM statt?

Die XII. Europameisterschaft der Männer findet vom 15. bis 31. Januar erstmals in Polen statt. Gastgeber-Städte sind Krakau (Gruppe A, Hauptrunde, Halbfinals und Medaillenspiele), Kattowitz (Gruppe B), Breslau (Gruppe C, Hauptrunde, Platzierungsspiele) und Danzig (Gruppe D).

Welche Mannschaften sind dabei?

Insgesamt spielen 16 Mannschaften inklusive Titelverteidiger Frankreich um den EM-Titel. Diese sind in vier Gruppen eingeteilt:

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Frankreich Kroatien Deutschland Dänemark
Polen Island Spanien Ungarn
Mazedonien Weißrussland Schweden Russland
Serbien Norwegen Slowenien Montenegro

Nach welchem Modus wird gespielt?

In der Vorrunde spielt in den jeweiligen Gruppen jeder gegen jeden. Die ersten drei Teams erreichen die Hauptrunde. Dort spielen dann in zwei Staffeln die Mannschaften aus A gegen B und aus C gegen D, so dass bis zum Abschluss der Gruppenspiele jede Auswahl sechs Partien bestritten hat. Für Platzierungen in den Endklassements sowohl nach Vor- als auch Hauptrunde zählt bei Punktgleichheit zweier oder mehr Mannschaften der direkte Vergleich. Die Punkte aus der Vorrunde gegen ebenfalls qualifizierte Teams werden in die Hauptrunde mitgenommen.

Im Anschluss an die zweite Turnierphase bestreiten die jeweils ersten beiden Teams der Hauptrundengruppen überkreuz die Halbfinals. Die Sieger spielen um den Titel, die Verlierer um Platz drei.

Kann ich die Spiele auf shz.de verfolgen?

Ja! Alle Spiele werden im Liveticker unter shz.de/handball-em zu sehen sein. Über die deutschen Spiele werden in einem ausführlichen Liveticker berichtet. Alle Informationen, Spielpläne und Statistiken gibt es auf der Sonderseite zur Handball Europameisterschaft. Sie ist über die Startseite shz.de oder shz.de/handball-em zu erreichen.

Welche Chancen hat die deutsche Mannschaft?

Die deutsche Mannschaft hat eine extrem schwere Vorrundengruppe erwischt. „Das ist die Todesgruppe, von der man immer redet“, sagte Leistungssportchef Bob Hanning. Allerdings: Sollte es dem jungen deutschen Team gelingen, mit zwei Punkten in die Hauptrunde zu kommen, sind die Chancen auf eine Überraschung groß. „Wir wollen die Leistung von Katar bestätigen“, sagte Torhüter Carsten Lichtlein. Bei der WM hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) Platz sieben belegt und ein Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele erreicht. Viel wird bereits vom Auftaktspiel am Samstag gegen Spanien abhängen.

Wie sieht das deutsche Aufgebot aus?

Bundestrainer Dagur Sigurdsson hat 16 Spieler zur Handball-EM nach Breslau mitgenommen. 24 Stunden vor dem Auftaktspiel am Samstag gegen Spanien muss der Isländer bei der Technischen Besprechung an diesem Freitag sein endgültiges 16-köpfiges Aufgebot für das Turnier melden. Während der EM kann er bis zu drei Spieler austauschen. Diese müssen aus dem sogenannten 28er-Kader kommen, den Sigurdsson bereits Mitte Dezember nominiert hatte.

Das vorläufige Aufgebot:

Tor Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar)
Linksaußen Rune Dahmke (THW Kiel)
Rückraum links Steffen Fäth (HSG Wetzlar), Christian Dissinger (THW Kiel), Finn Lemke (SC Magdeburg)
Rückraum Mitte Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Niclas Pieczkowski (TuS N-Lübbecke), Simon Ernst (VfL Gummersbach)
Rückraum rechts Steffen Weinhold (THW Kiel), Fabian Wiede (Füchse Berlin)
Rechtsaußen Johannes Sellin (MT Melsungen), Tobias Reichmann (KS Vive Kielce/Polen)
Kreis Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Erik Schmidt (TSV Hannover-Burgdorf)

Wer sind die Favoriten?

An erster Stelle ist Frankreich zu nennen. Der Titelverteidiger hat seine Stärke jüngst beim 36:28-Testspielsieg gegen den Mitfavoriten Dänemark demonstriert. Heißer Anwärter auf den Titel ist auch Polen.

Unter dem deutschen Trainer Michael Biegler hat der Gastgeber mit Platz drei bei der WM vor Jahresfrist in Katar unter Beweis gestellt, eine Turniermannschaft zu sein. Auch Kroatien mit Welthandballer Domagoj Duvnjak gehört mit zu den Favoriten - trotz der jüngsten 17:32-Pleite gegen den deutschen Vorrundengegner Slowenien.

Wofür kann man sich qualifizieren?

Der Europameister zieht auch gleich das große Los, denn mit dem Titel ist die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio verbunden. Sollte Frankreich als bereits für Olympia qualifizierter Weltmeister das Finale erreichen, wäre der andere Finalist auch in Rio dabei. Zudem werden noch zwei Plätze für Olympia-Ausscheidungsturniere vergeben. Diese gehen an die bestplatzierten Teams der EM, die weder direkt für Rio qualifiziert sind noch bereits ein Ausscheidungsturnier erreicht haben. Deswegen werden auch die Plätze fünf bis acht ausgespielt. Die drei Medaillengewinner haben ihre Plätze bei der WM 2017 in Frankreich sicher. Ist der WM-Gastgeber im Halbfinale, sind es alle Halbfinalisten.

Wann und wo finden die nächsten Großereignisse statt?

Als nächstes kommen die Olympischen Spiele vom 5. bis 21. August in Rio de Janeiro. Dann folgt vom 13. bis 29. Januar 2017 die WM in Frankreich. 2018 ist Kroatien Gastgeber für die nächste EM. 2019 richten Deutschland und Dänemark gemeinsam die WM aus. 2020 wird vom 10. bis 26. Januar die EM erstmals in drei Ländern ausgetragen: Österreich, Schweden und Norwegen. Es folgen die WM 2021 in Ägypten und 2023 in Polen.

 

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