Auf internationalem Parkett : Deutsche Handball-Clubs erfolgreich - Nur Magdeburg patzt

Hans Lindberg hat die Füchse zum Sieg geführt.
Hans Lindberg hat die Füchse zum Sieg geführt.

Die Handball-Bundesligisten geben im Europacup eine gute Figur ab - mit Ausnahme des SC Magdeburg. Ausgerechnet der hochgelobte Bundesliga-Zweite scheitert im EHF-Pokal schon in der Qualifikation.

shz.de von
25. November 2018, 20:45 Uhr

Meister SG Flensburg-Handewitt hat in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale gehalten, ein Trio die Gruppenphase im EHF-Pokal erreicht - nur der frühe K.o. des SC Magdeburg trübte die gute Bilanz der deutschen Handball-Clubs auf internationalem Parkett.

Während die Flensburger ihr Königsklassenspiel bei Skjern HB am Sonntag souverän mit 31:24 (14:13) gewannen, scheiterte der Bundesliga-Zweite aus Magdeburg schon in der Qualifikation des EHF-Cups am FC Porto. Somit sind bei der Auslosung der Gruppenphase am kommenden Donnerstag in Wien von den deutschen Teilnehmern nur Titelverteidiger Füchse Berlin, der THW Kiel und die TSV Hannover-Burgdorf dabei.

Dank einer deutlichen Steigerung nach der Pause feierten die in der Bundesliga noch ungeschlagenen Flensburger ihren vierten Sieg in der Gruppe B und behaupteten mit 8:10 Zählern den vierten Tabellenplatz. «Wir haben diese zwei Punkte dringend benötigt», sagte SG-Trainer Maik Machulla. «Die Mannschaft hat eine sehr gute Vorstellung abgeliefert. Wir sind sehr glücklich.» Bester SG-Werfer war Hampus Wanne mit sechs Toren.

Magdeburg ging in Porto mit 27:34 (12:18) unter und verspielte das Drei-Tore-Polster aus dem Hinspiel. Das im bisherigen Saisonverlauf überzeugende Team von Trainer Bennet Wiegert lag schon zur Pause mit sechs Toren zurück und schaffte nach dem Wechsel nicht mehr die erhoffte Wende.

Einen erfolgreichen Kraftakt vollbrachten dagegen die Füchse Berlin. Mit dem 28:23 (11:13) gegen Aalborg Handbold aus Dänemark machten die Füchse, bei denen Nationalspieler Fabian Wiede nach vierwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte, die 29:31-Hinspielniederlage wett.

Dabei lagen die Berliner in Halbzeit eins schon mit sechs Toren (6:12) zurück. «In den ersten 20 Minuten hatten wir überhaupt keine Präsenz auf der Platte, da hat uns die nötige Härte gefehlt», monierte Geschäftsführer Bob Hanning. Mit Moral und einer famosen Leistungssteigerung wendeten die von erheblichen Personalsorgen geplagten Berliner, die in Kapitän Hans Lindberg (6 Tore) ihren besten Werfer hatten, dann aber doch noch den drohenden K.o. ab.

Keine Mühe hatte Kiel beim lockeren 36:18 (17:9) beim norwegischen Vertreter Drammen HK. Es war wettbewerbsübergreifend der 14. Sieg in Serie des Rekordmeisters, der schon das Hinspiel deutlich mit 34:23 für sich entschieden hatte. Bester Werfer beim Sieger war der achtfache Torschütze Sebastian Firnhaber.

Jubelstimmung herrschte bei Hannover-Burgdorf. Nach dem 41:36 im Hinspiel reichte den Niedersachsen am Samstag bei Benfica Lissabon ein 33:33. «Wir freuen uns, dass wir noch mindestens sechs Spiele mehr auf dem internationalen Parkett haben», sagte Kai Häfner. Der Nationalspieler war mit zehn Treffern bester Werfer der Recken, die in der Bundesliga nur Zehnter sind. «Es geht uns momentan nicht alles sehr leicht von der Hand, aber die Mannschaft hat sich reingebissen und als Einheit ihr Herz auf dem Spielfeld gelassen», lobte Trainer Carlos Ortega.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert