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Nach Lizenzentzug : Ausverkauf beim HSV: Matthias Flohr wechselt nach Dänemark

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Der Allrounder wechselt zum Erstligisten Skjern Handball. Auch Torwart Justin Rundt verlässt den Verein. Er spielt künftig ausschließlich für den SV Henstedt-Ulzburg.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2016 | 16:35 Uhr

Hamburg | Das Team des insolventen Handball-Bundesligisten HSV Handball fällt immer weiter auseinander. Am Samstag gab der dänische Erstligist Skjern Handball die Verpflichtung von Matthias Flohr bekannt. Der 33 Jahre alte Allrounder wechselt bis zum Saisonende zum Tabellen-Zweiten der dänischen Liga. Flohr ist der siebte Abgang der Hanseaten, denen am Mittwoch die Lizenz zum Saisonende entzogen worden war. Der dritte HSV-Torhüter Justin Rundt wird für den Rest der Serie nur noch für den SV Henstedt-Ulzburg in der 2. Liga auflaufen, für den er bislang ein Zweitspielrecht hatte. „Verglichen mit der Situation in Hamburg, ist dies eine perfekte Gelegenheit für mich“, wird Matthias Flohr auf der Vereinshomepage zitiert. Skjerns Trainer Ole Nörgaard freut sich auf einen „erfahrenen Spieler mit Kämpferinstinkt“.

Erwartet wird, dass Insolvenzverwalter Gideon Böhm spätestens an diesem Dienstag die Abmeldung des HSV vom Bundesliga-Spielbetrieb vermeldet. Das erklärte eine Sprecherin am Samstag. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, dass ein Entscheidung bereits gefallen sei und es keine Beschwerde geben werde. Zu dem Bericht wollte die Sprecherin keinen Kommentar abgeben.

Am Montag oder Dienstag soll bekanntgeben werden, ob der Champions-League-Gewinner von 2013 die Saison zu Ende spielt. Der Insolvenzverwalter will nach eigenen Angaben die schriftliche Begründung des Lizenzentzugs prüfen und mit verbliebenen Spielern, Mitarbeitern, Sponsoren und Hallenbetreibern über Sinn und Unsinn einer Fortsetzung der Saison sprechen.

Der Liga-Verband HBL hatte dem insolventen Club am Mittwoch die Lizenz zum Ende der Saison 2015/16 entzogen. Böhm hatte das Loch zur Finanzierung der Restsaison auf zwei Millionen Euro beziffert.

Mehrere Spieler haben bereits neue Clubs gefunden.

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