Zwiegespaltener Skwierczynski

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21. November 2011, 09:05 Uhr

Zwiegespalten verließ Denny Skwierczynski das Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen. "Mit einem weinenden und einem lachenden Auge", so der neue VfB-Trainer, träte er die Heimfahrt an. Das 1:2 beim TSV Havelse lässt den 37-Jährigen zwar weiter als Regionalliga-Trainer punktlos dastehen. "Niederlagen sind nie angenehm, deshalb fahre ich natürlich nicht gut gelaunt nach Hause", erklärte Skwierczynski. "Aber ich habe gerade in der zweiten Halbzeit sehr viel Positives gesehen." Das stellte er dann auch in den Mittelpunkt seiner Bewertung der Partie. "Die Bereitschaft war da, und die Mannschaft hätte trotz des 0:2-Rückstandes einen Punkt noch verdient gehabt", befand der VfB-Coach. In der Tat: War die erste Hälfte schon nicht so schlecht wie das Ergebnis aussagte (in jedem Fall eine klare Steigerung gegenüber der Minusleistung der Vorwoche), lieferten die Lübecker im zweiten Abschnitt eine kämpferisch überzeugende und spielerisch ordentliche Leistung ab. "Wenn wir diesen Weg weiter gehen, dann werden auch die Ergebnisse wieder besser", sah auch Defensivmann Sven Schaffrath ("Mein Tor freut mich überhaupt nicht, wir haben schließlich verloren") zuversichtlicher in die Zukunft.

Der VfB-Torschütze stellte fest: "Wir haben die Zweikämpfe angenommen, das Spiel nach der Pause im Griff gehabt, aber natürlich wieder mal das Pech gehabt, zu ungünstigen Zeitpunkten die Gegentore zu bekommen." Das ärgerte auch Skwierczynski: "In unserer jetzigen Phase wird leider auch einfach jeder Fehler bestraft. Dabei hat Havelse ja auch nicht überragend gespielt." TSV-Trainer André Breitenreiter bestätigte: "Das war sicher eines unserer schwächeren Spiele der letzten Wochen." Folglich war mehr drin für den VfB. "Wenn der Schuss von Dennis Voß reingeht, steht es 1:1, dann läuft es anders", benannte Schaffrath den ersten Knackpunkt, Kevin Kluk erkannte den zweiten. "Wenn Ermirs Pfostenschuss drin ist, möchte ich mal wissen, wie das hier ausgeht." Vermutlich mit einem Sieg für den VfB. Doch dafür können sich die Grün-Weißen nun nichts mehr kaufen. Sie müssen erst einmal daran arbeiten, die leichten Fehler abzustellen, die Havelse zur Pause auf die Siegerstraße gebracht hatten. "So einfach wie vor dem 1:0 dürfen wir die Bälle nicht herschenken", monierte Skwierczynski und nahm dabei Marcus Steinwarth in die Verantwortung, dem er ansonsten zu Recht "ein gutes Spiel" attestierte. Darüber hinaus meinte der Coach: "Wir müssen bei Kontern nach solchen Ballverlusten auch besser gestaffelt stehen." Mehrfach drohten klassische Eins-gegen-eins-Situationen nach schnell gespielten Bällen in die Nahtstellen der Abwehr.

Ein Teil des Fazits der Vorwoche bleibt auch weiterhin bestehen. "Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir da weiter Fortschritte machen", erklärte Skwierczynski.

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