2. Fußball-Bundesliga : Union gewinnt gegen St. Pauli – Kiezkicker kämpfen weiter gegen Abstieg

St. Pauli's Mats Möller Daehli (l) und Union Berlin's Simon Hedlund.
St. Pauli's Mats Möller Daehli (l) und Union Berlin's Simon Hedlund.

Für die Berliner ist der Sieg ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. St. Pauli wirft die Niederlage zurück.

shz.de von
14. April 2018, 15:04 Uhr

Hamburg | Für den FC St. Pauli wird die Lage im Abstiegskampf immer bedrohlicher. Trotz einer mehr als halbstündigen Überzahl kassierte der Kiezclub am Samstag gegen den Mitkonkurrenten 1. FC Union Berlin eine bittere 0:1 (0:0)-Heimpleite und damit im Ringen um den Klassenverbleib einen herben Rückschlag. Sollte der 1. FC Heidenheim am Sonntag Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf besiegen, würde der FC St. Pauli auf den Abstiegs-Relegationsplatz abrutschen.

„Jetzt heißt es, einen Tag enttäuscht zu sein. Wir sind auch enttäuscht, aber ich habe auch viel Gutes gesehen. Darauf können wir aufbauen“, sagte St. Paulis Trainer Markus Kauczinski ungeachtet des sechsten Spiels seiner Mannschaft ohne Sieg. Simon Hedlund erzielte vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion in der 81. Minute das Siegtor für die Gäste, bei denen Marvin Friedrich (56.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Der Kiezclub, bei dem Kauczinski nach den jüngsten Rückschlägen auf Dreier-Abwehrkette umgestellt hatte, überzeugte nur in kämpferischer Hinsicht. Die Probleme im Aufbau- und Offensivspiel waren aber offensichtlich. Weder die Spitzen Sami Allagui und Jan-Marc Schneider noch der später eingewechselte Aziz Bouhaddouz konnten sich in vorderster Front entscheidend durchsetzen. Und selbst in Überzahl fanden die Braun-Weißen nicht die spielerischen Mittel, um die Berliner Hintermannschaft zu knacken, in der vor allem Abwehrchef Toni Leistner stark aufspielte.

Der Sieg für die Berliner war am Ende nicht einmal unverdient, denn sie hatten mehr und die besseren Chancen. Steven Skrzybski (11./Pfosten) und Hedlund (50./Latte) trafen zweimal Aluminium. Bei St. Paulis bester Einschussmöglichkeit durch Christopher Buchtmann (29.) überlupfte dieser Gäste-Keeper Daniel Mesenhöler, doch Leistner rettete kurz vor der Linie.

Auch ein Drehschuss von Sami Allagui (58.) fand nicht den Weg ins Tor. So war es Hedlund vorbehalten, im Nachsetzen gegen St. Pauli-Torwart Robin Himmelmann das Tor des Tages zu erzielen. Es war der erste Auswärtssieg für Union seit Mitte Oktober vorigen Jahres.

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