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Fußball : Union geht ohne Leader Mattuschka ins Spitzenspiel

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Mit zahlreichen Gala-Vorstellungen führte Torsten Mattuschka seinen 1. FC Union Berlin ganz nach oben, im Spitzenspiel beim 1. FC Köln aber darf der Kapitän jetzt nur zuschauen.

Wenn der Tabellenzweite aus Köpenick auf den Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga trifft, ist der gelbgesperrte Teamleader lediglich als einfacher Fan im Stadion. «Das nervt total, aber ich fahre trotzdem mit, werde die Mannschaft moralisch unterstützen und mir die geile Stimmung reinziehen», kommentierte der 33-Jährige.

Mattuschka ist die Lebensversicherung beim Überraschungsteam aus Berlin. Fünfmal traf er bereits, fünf Treffer bereitete er vor. Immer dann, wenn Mattuschka selber einnetzte, gewann seine Mannschaft auch. In den sieben Partien ohne eines seiner Tore gelangen nur zwei Siege. Jetzt muss Trainer Uwe Neuhaus den Unersetzlichen in der Zentrale doch ersetzen - irgendwie. Knifflig. «Wer die vergangenen Wochen verfolgt hat, weiß, wie wichtig er für uns ist», befand der Coach.

Vor allem dank Mattuschka können die Berliner nach gut einem Drittel der Saison vom Aufstieg sinnieren. Punktgleich mit Köln (jeweils 24 Zähler) liegen sie an der Spitze, die Rheinländer sind lediglich wegen der etwas besseren Tordifferenz vorn. «Unsere Serie ist kein Zufall. Aber das ist kein Grund, überschwänglich zu werden», urteilte Verteidiger Fabian Schönheim. Der Abstand zur SpVgg Greuther Fürth (20) und den weiteren Verfolgern 1. FC Kaiserslautern (19) und FC St. Pauli (19) ist schon achtbar.

Und er könnte sogar noch größer werden - zumindest zu letzteren beiden Vereinen. Bereits am Samstag treffen sich die Pfälzer und der Kiezclub zum Verfolgerduell. Mit jeweils fünf Siegen, vier Remis und drei Niederlagen fällt die Bilanz mittelmäßig aus; vor allem beim FCK herrscht nach zuletzt zwei Unentschieden getrübte Stimmung. «Es ist uns nicht gelungen, das eine Tor mehr als der Gegner zu erzielen», gestand Trainer Kosta Runjaic mathematisch zielsicher. Immerhin: Sein Team sei «willig und leidenschaftlich», spiele offensiven Fußball.

Noch größere Sorgen bereitet die Düsseldorfer Fortuna derzeit ihren Anhängern. Das 1:6-Heimdebakel gegen Paderborn kam einer Bankrotterklärung gleich, Trainer Mike Büskens braucht jetzt schnell gute Ergebnisse für eine Jobgarantie. «Was wir abgeliefert haben, ist beschämend», erkannte der 45-Jährige vor der Auswärtspartie in Aalen. Alles müsse besser werden. «Es hat schon noch größere Mannschaften mit solchen Ergebnissen erwischt. Die sind wieder aufgestanden. Auch wir müssen wieder aufstehen.»

Nur sechs Zähler trennen die Fortunen noch vom Schlusslicht FC Ingolstadt, das unter dem neuen Coach Ralph Hasenhüttl einen leichten Aufschwung erlebt. Mit einem Sieg am Freitag in Paderborn könnten die Oberbayern jetzt endlich auch den letzten Tabellenplatz loswerden.

2. Fußball-Bundesliga

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erstellt am 31.Okt.2013 | 12:07 Uhr

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