2. Bundesliga : Union Berlin gewinnt Spitzenspiel gegen St. Pauli mit 4:1

Sebastian Andersson traf gleich doppelt gegen harmlose Kiezkicker.

Sebastian Andersson traf gleich doppelt gegen harmlose Kiezkicker.

Ein Doppelpack vor der Pause brachte die Vorentscheidung. Union zieht an den Hamburgern vorbei.

shz.de von
26. August 2018, 15:34 Uhr

Berlin | Der FC St. Pauli ist die Spitze in der 2. Fußball-Bundesliga los. Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt kassierten die Hamburger am Sonntag beim Angstgegner 1. FC Union Berlin mit 1:4 (0:2) die erste Niederlage. Die Tore vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei erzielten Grischa Prömel (44. Minute), Akaki Gogia (45+2.) und Sebastian Andersson (57., 88.) für die Gastgeber. Der eingewechselte Henk Veermann (71.) verkürzte bei seinem Zweitliga-Debüt.

Die Hamburger hatten in der ersten Halbzeit zwar mehr vom Spiel, die Tore aber machten die anderen. Jeweils nach weiten Einwürfen bekamen die Gäste den Ball nicht unter Kontrolle und somit nicht aus dem Strafraum, so dass die Berliner aus dem Gewühl heraus zum Schuss kamen. Zwei Torschüsse bis dahin, zwei Tore. Ein bitterer Rückstand.

Für die Norddeutschen war es beinahe wie immer in den vergangenen dreieinhalb Jahren gegen die Köpenicker. Von den jüngsten acht Begegnungen haben sie nunmehr sechs verloren, zwei endeten remis. Der letzte Sieg bei Union liegt sogar knapp sieben Jahre zurück.

Trainer Markus Kauczinski, der auf die verletzten Christopher Avevor, Marc Hornschuh, Jan-Philipp Kalla und Sami Allagui verzichten musste, zog Mittelfeldspieler Marvin Knoll in die Innenverteidigung zurück.

Als Sturmspitze vertrat der Grieche Dimitrios Diamantakos Allagui, der sich eine Rippe gebrochen hat. Die Hamburger begannen selbstbewusst. An Torraumszenen mangelte es allerdings auf beiden Seiten. Der FC St. Pauli spielte gefällig, die Gastgeber aber waren effektiver. Die Niederlage fiel jedoch zu hoch aus.

Wie schon bei der peinlichen Pokalpleite gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden eine Woche zuvor offenbarten die Norddeutschen erneut Defizite in der Abwehr. Zwar hatten sie die Berliner weitgehend unter Kontrolle, aber bei den Einwürfen kurz vor der Pause herrschte heilloses Durcheinander in der Hintermannschaft des FC St. Pauli.

Beim dritten Treffer hatten die Berliner Glück, dass der Ball von Anderssons Rücken in die Laufrichtung abgefälscht wurde. Spätestens da war der Ausgang der Partie klar.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen