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Nordderby : St. Pauli will nach Heimdesaster bei Holstein Kiel wieder punkten

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Am Dienstag geht es für die Hamburger gegen Überraschungsmannschaft Holstein Kiel. Die vielen Verletzungen bereiten Sorgen.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2017 | 13:31 Uhr

Hamburg | Viele Fehlpässe, schnelle Ballverluste, wenig Offensivaktionen - das 0:4 gegen den FC Ingolstadt war das schlechteste Saisonspiel des FC St. Pauli. In der Fußballer-Sprache heißt es danach immer: Mund abwischen, weitermachen. „Wir haben bereits am Dienstag das nächste Spiel. Da können wir unser 0:4 vergessen machen“, sagt Flügelspieler Waldemar Sobota. Einfach wird das allerdings nicht. Die Hamburger treten bei Holstein Kiel an - der Überraschungsmannschaft der 2. Bundesliga.

Der Aufsteiger hat die letzten vier Ligaspiele gewonnen. Dementsprechend groß ist der Respekt vor dem Auswärtsspiel. Verteidiger Marc Hornschuh sagt: „Kiel steckt richtig im Flow. Die treten locker auf, spielen klar nach vorne und nutzen ihre Chancen.“

Einer tut das ganz besonders: Stürmer Marvin Ducksch. Beim FC St. Pauli blieb der 23-Jährige noch unter den Erwartungen. Als er nach Kiel verliehen wurde, fand er seine Treffsicherheit wieder. Erst schoss er Holstein zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, nun legte er im Fußball-Unterhaus mit fünf Treffern nach. „Ich freue mich für ihn“, sagt sein ehemaliger Mitspieler Hornschuh. „Wir müssen in diesem Spiel sehr auf ihn aufpassen.“

„Leider wird sich unsere personelle Situation nicht verbessern“, bedauert Trainer Olaf Janßen. Innenverteidiger Lasse Sobiech gab nach überstandener Kopfverletzung gegen Ingolstadt zwar sein Comeback, leidet aber noch immer unter Trainingsrückstand. Spielmacher Mats Möller Daehli droht wegen einer Bauchmuskelverletzung weiter auszufallen. Top-Scorer Christopher Buchtmann wird wegen eines Bänderrisses wohl noch länger fehlen. Zudem droht ein Ausfall von Hornschuh, der sich gegen Ingolstadt am Rücken verletzte.

Den Norddeutschen steht eine echte Standortbestimmung bevor. Vier Tage nach dem Auswärtsspiel empfängt der FC St. Pauli die Spitzenmannschaft Fortuna Düsseldorf. Eine Woche später folgt das Auswärtsspiel bei Fast-Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Weitere Siege sind zwingend notwendig, um nicht den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren. Geschäftsführer Andreas Rettig meinte nach dem 0:4 gegen Ingolstadt launig: „Wenn es der Plan war, dass wir vor der englischen Woche nicht viel Kraft lassen, dann ist er aufgegangen.“ Weitere Auftritte dieser Art will er sicherlich nicht sehen. 

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