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Klassenerhalt in der zweiten Bundesliga : St. Pauli nach Sonntagsspielen endgültig gerettet

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Die Hamburger bleiben in Liga 2 - und könnten die Saison sogar in der oberen Tabellenhälfte abschließen.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2017 | 16:08 Uhr

Hamburg | Die Zeit des Bibberns ist vorüber. Fußball-Zweitligist FC St. Pauli sicherte sich mit dem 2:1 beim 1. FC Kaiserslautern den fünften Sieg in Folge und durfte nach den Sonntagsspielen endgültig durchatmen. Mit 41 Punkten ist der Klassenverbleib gesichert, Pauli hat als Achter sieben Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. „Wir können auf das, was wir geleistet haben, stolz sein. Wir haben in der Hinrunde auch sehr viel Pech gehabt. Jetzt hatten wir auch mal das Glück auf unserer Seite“, sagte Trainer Ewald Lienen.

Die Saison 2016/17 war für die Hamburger eine emotionale Achterbahnfahrt. Aufgrund der starken Vorsaison mit dem vierten Tabellenplatz galt der Verein für viele Experten als ein Aufstiegskandidat. Stattdessen aber gab es einen Fehlstart. Nach der Hinrunde hatte St. Pauli elf Punkte und war Letzter. „Alle haben uns abgeschrieben, doch wir haben gezeigt, dass wir intern stark geblieben sind“, erklärt Mittelfeldspieler Waldemar Sobota.

Ein Trainerwechsel wäre ein typischer Mechanismus im Profifußball gewesen. Die Vereinsführung allerdings hielt an Lienen fest. Stattdessen wurde Sportdirektor Thomas Meggle Anfang November freigestellt. Geschäftsleiter Andreas Rettig übernahm vorübergehend den Posten des Sportdirektors.

Rettig und Lienen ergriffen verschiedene Maßnahmen, um den kriselnden Club wieder wettbewerbsfähig zu machen. Mit Olaf Janßen wurde ein erfahrener Co-Trainer ans Millerntor geholt. Zudem wurde die Mannschaft in der Winterpause mit den Mittelfeldspielern Johannes Flum und Mats Möller Daehli sowie Stürmer Lennart Thy punktuell verstärkt.

Das Wichtigste aber war, dass die Mannschaft wieder als Team auftrat. „Wir haben uns nach der miserablen Hinrunde so eingeschworen und den Arsch aufgerissen, dass wir letztendlich den Schalter umgelegt haben“, sagt Mittelfeldspieler Christopher Buchtmann. Verteidiger Lasse Sobiech ergänzt: „Im Trainingslager haben wir miteinander gesprochen und uns gesagt, dass es zu schaffen ist. Es ist eine Riesenleistung der Truppe. Wir wissen, was an diesem Verein hängt. Das ganze Viertel zittert mit dem Club und auch für sie ist dieser Erfolg extrem wichtig“.

Nach der Winterpause zeigten sie ein völlig anderes Gesicht. 30 Punkte holte die Mannschaft in der Rückrunde - nur die Aufstiegskandidaten VfB Stuttgart und Hannover 96 waren erfolgreicher. Zudem ließ die Mannschaft in den vergangenen 15 Spielen nur neun Gegentreffer zu. Gemeinsam mit der SpVgg Greuther Fürth stellte St. Pauli in der Rückrunde die sicherste Verteidigung.

Zwei Saisonspiele haben die Hamburger noch vor sich. Sonntag findet das letzte Heimspiel der Saison gegen Fürth statt, die Woche darauf das Auswärtsspiel beim VfL Bochum. Lienen wird nicht zulassen, dass seine Mannschaft nun einen Gang zurückstellt. Schließlich wirkt sich der Tabellenplatz auf die Fernseheinnahmen aus. Dank der Siegesserie rückte St. Pauli in die obere Tabellenhälfte vor - dort werden sie bleiben wollen.

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