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2. Bundesliga : Plötzlich der Favorit: St. Pauli ist bereit für den Saisonstart

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Der FC St. Pauli präsentiert sich vor dem Saisonstart der 2. Bundesliga in einer Top-Verfassung. Spannend bleibt die Torhüter-Frage.

Hamburg | Die Saisonvorbereitung des FC St. Pauli hätte keinen besseren Abschluss finden können. Mehr als 20.000 Zuschauer kamen am Samstag in das Millerntor-Stadion und feierten das souveräne 2:1 gegen den Bundesligisten SV Werder Bremen. Die Hamburger haben alle sieben Testspiele gewonnen. „Das gibt Selbstvertrauen und zeigt, dass wir als Mannschaft funktionieren“, sagte Cheftrainer Olaf Janßen. Nun gilt die volle Konzentration dem Saisonstart am Freitagabend beim VfL Bochum. „Da erwartet uns ein ganz anderes Spiel. Der VfL wird eine völlig andere Lauf- und Kampfbereitschaft an den Tag legen als unsere Testspielgegner“, warnte Janßen.

In der vergangenen Saison spielte St. Pauli lange gegen den Abstieg, kletterte aber dank der stärksten Rückrunde der Vereinsgeschichte noch auf den siebten Platz. Nun gelten die Hamburger plötzlich als Aufstiegskandidat.

„Vom Potenzial gehört St. Pauli ganz nach oben“, sagte zum Beispiel TV-Experte Peter Neururer. Janßen bleibt gelassen: „Vor acht Monaten standen wir mit einer fast identischen Mannschaft auf dem letzten Tabellenplatz. Wir wissen also, wo wir herkommen. Aber wir gehen die Saison natürlich mit viel Selbstvertrauen an.“ 

Dazu hat der FC St. Pauli auch allen Grund. Besonders der Angriff zählt auf dem Papier zu den besten der 2. Bundesliga. Aziz Bouhaddouz hat in der Spielzeit 2016/17 15 Tore erzielt. Sein Doppelpack gegen Werder Bremen beweist, dass der Marokkaner wieder in Topform ist. Nun kam auch noch Sami Allagui von Hertha BSC hinzu. Der Tunesier blickt auf 124 Spiele in der Bundesliga zurück, hat im Fußball-Oberhaus 29 Tore erzielt. Die Testspiele haben bewiesen, wie gut die beiden Nordafrikaner miteinander harmonieren. „Wir sind sehr variabel und können in verschiedenen Formationen spielen“, sagte Bouhaddouz.

Zwei starke Spieler stehen auch auf der Torhüterposition zur Verfügung. Doch nur einer kann spielen: Robin Himmelmann oder Philipp Heerwagen. Himmelmann galt noch vor acht Monaten als unangefochtene Nummer eins. Als er sich einen Muskelfaserriss zuzog, wurde er von Heerwagen vertreten. Weil St. Pauli ausgerechnet in dieser Phase in die Erfolgsspur fand, blieb Heerwagen im Tor. Nun werden die Karten neu gemischt. „Wir haben einen offenen Konkurrenzkampf“, sagte Janßen immer wieder. In der Saisonvorbereitung kamen beide Torhüter zum Einsatz. Die Entscheidung, wer als Stammkeeper in die Saison geht, fällt im Verlaufe dieser Woche

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erstellt am 23.Jul.2017 | 12:30 Uhr

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