2. Bundesliga : FC St. Pauli verliert erneut bei Angstgegner Aue

Paulis Henk Veerman trauert einer vergebenen Chance nach.

Paulis Henk Veerman trauert einer vergebenen Chance nach.

Die 1:3-Niederlage ist die vierte Niederlage in Serie. Den Treffer für die Kiezkicker erzielte Henk Veerman.

shz.de von
16. September 2018, 15:52 Uhr

Aue | Der Abwärtstrend des FC St. Pauli hält an. Bei Angstgegner Erzgebirge Aue verloren die Hanseaten am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga verdient 1:3 (1:2) und kassierten damit ihre vierte Pflichtspiel-Niederlage in Serie. Vor 13.000 Zuschauern war der Treffer von Henk Veerman (16. Minute) zu wenig für den Kiezclub, der auf Wiedergutmachung aus war, aber im 15. Zweitliga-Duell mit den Erzgebirglern schon zum achten Mal verlor. Dem stehen lediglich zwei St.-Pauli-Siege gegenüber.

Dennis Kempe (11.), Pascal Testroet (31.) und Jan Hochscheidt (75.) trafen für die kampfstarken Auer, die gegen ihren Lieblingsgegner den ersehnten ersten Saisonsieg einfuhren.

„Für uns gibt es in Aue leider weiter nichts zu holen“, klagte Markus Kauczinski nach der Partie. Dabei hatte St. Paulis Coach wegen der Schwächen in der Defensive reagiert und Umstellungen vorgenommen. Diese hatte sich zwölf Gegentore in den drei vorherigen Spielen geleistet. So kam Youngster Florian Carstens neu in die Viererkette, in der zudem Daniel Buballa für Jeremy Dudziak Platz machen musste. Zugang Marvin Knoll rückte dafür wieder ins defensive Mittelfeld vor.

Der erste gefährliche Angriff führte dennoch zur frühen Auer Führung. Gegen Emmanuel Iyoha konnte Torwart Robin Himmelmann noch klären, bei Kempes Abstauber war er aber machtlos. St. Pauli schlug zurück, als Veerman einen strammen Knoll-Freistoß per Kopf ins Tor verlängerte.

In der Folge dominierte St. Pauli. Buchtmann hatte jedoch mit einem abgefälschten Distanzschuss Pech, denn Torhüter Martin Männel lenkte das Leder noch an den Pfosten (20.). Mehr Glück hatte kurz darauf Aues Testroet, dessen Direktabnahme unhaltbar im Winkel landete.

Nach dem Wechsel brachte Kauczinski in Jan-Marc Schneider für den angeschlagenen Richard Neudecker einen weiteren Offensivspieler in die Partie. Die Gäste spielten auch bis zum Strafraum des Gegners ordentlich mit, waren aber im Abschluss nicht zielstrebig genug. Zudem waren sie in der Defensive anfällig für Konter. Einen dieser schnellen Gegenzüge nutzte Hochscheidt zur Entscheidung.

St. Pauli muss nun in einem erneuten Auswärtsspiel versuchen, den Negativtrend zu stoppen. Am nächsten Freitag (18.30 Uhr) gastiert der Club beim FC Ingolstadt, der am Sonntag dem VfL Bochum 0:6 unterlag.

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