Zwei tragische Figuren beim VfR

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05. August 2013, 08:05 Uhr

"Bitter, bitter, bitter." Michél Harrer, der VfR-Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, schüttelte noch Minuten nach dem Abpfiff den Kopf. Zu Recht. Denn auf brutalere Art und Weise hätte sein Team gegen den drei Klassen höher angesiedelten Erstligaaufsteiger Hertha BSC nicht ausscheiden können. Es lief die 119. Minute, und in dieser sollte es Fortuna mit den Hausherren nicht gut meinen. Finn Thomas brachte Änis Ben-Hatira zu Fall, Schiedsrichter Benjamin Cortus zeigte sofort auf den Punkt: Elfmeter - eine Szene, die nach dem Abpfiff für etliche Diskussionen sorgte. "Schieber, Schieber" hallte es ein ums andere Mal aus dem Publikum, einige wollten dem Referee sogar an die Wäsche. Ordner verhinderten Schlimmeres. Als Sami Allagui diesen Strafstoß zum 3:2-Siegtreffer für die Berliner verwandelte, lief bereits die Nachspielzeit der Verlängerung. Es war eine Extraschicht, die der VfR zu zehnt bestreiten musste. "Er fädelt ein, der Schiedsrichter pfeift. Ich hätte in dieser Szene nicht mal Freistoß für Hertha gegeben, sondern eher für uns. Dass ich dann auch noch Gelb-Rot sehe, ist natürlich doppelt bitter", konstatierte Christopher Kramer, dessen Platzverweis in der 90. Minute vom Rest des Teams weggesteckt wurde. "Die Jungs haben die Kräfte irgendwo hergenommen, ich weiß auch nicht", staunte Kramer ob der leidenschaftlichen Leistung seiner zehn Kameraden, die um ein Haar ein Elfmeterschießen erzwungen hätten. Der VfR-Rückkehrer aus Kiel hatte die Verlängerung erst möglich gemacht, war doch ihm per Kopf das 2:2 gelungen (58.). Und so wurde Kramer neben Thomas zur zweiten tragischen Figur des Tages. "Wir haben ein Superspiel geboten und von Beginn an gezeigt, dass wir heiß sind", sagte Kramer.

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