Zur Rückrunde sind fast alle wieder fit

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04. Februar 2013, 08:05 Uhr

Mit zwei Punkten Vorsprung auf die Regel-Abstiegsplätze überwintern die Fußballer des TSV Altenholz auf dem zwölften Tabellenplatz in der Schleswig-Holstein-Liga. Doch der beruhigende erste Eindruck täuscht ein wenig, denn die Mannschaft von Trainer Harry Witt hat auch schon zwei Begegnungen mehr absolviert als der Heider SV, der als Tabellen-15. auf dem ersten Abstiegsrang steht. Auch der dahinter platzierte SV Henstedt-Ulzburg liegt als Tabellen-16. mit einer Partie in Rückstand - und könnte im Falle eines Sieges in seinem Nachholspiel bis auf einen Punkt an den Aufsteiger heranrücken. Glück für den TSV: Durch den Rückzug des FC Sylt wird es diese Saison nur drei sportliche Absteiger geben. Vielleicht könnte sich daran auch noch durch die Insolvenz und den damit verbundenen Abstieg des VfB Lübeck in die SH-Liga etwas ändern. Jedoch können sich alle Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte allesamt noch nicht in Sicherheit wiegen. Dabei müsste der Tabellenvorletzte Schleswig 06 (19 Spiele, 11 Punkte) allerdings in der Rückrunde schon mächtig aufdrehen, um noch das rettende Ufer zu erreichen.

Altenholz-Coach Harry Witt zieht dann auch eher ein nüchternes Fazit: "Mit der Hinrunde können wir wegen des Punktestandes nicht zufrieden sein. Einige Spiele sind sehr unglücklich gelaufen. Dadurch fehlen uns fünf, sechs Punkte. Hätten wir die mehr wäre alles in Ordnung." Zufrieden ist der erfahrene Trainer indes mit den vor der Saison zur Mannschaft gestoßenen Akteuren: "Mit unseren Neuen bin ich durch die Bank zufrieden. René Joswig und Patrick Amponsah haben sich gut eingebracht. Auch Veton Hodaj hat gut gespielt, wenn er auf dem Platz stand. Von Ali Kalma wussten wir ohnehin, dass er ein guter Fußballer ist, das muss er uns, dem Trainerteam, nicht beweisen. Er hat auch überzeugt. Dennoch wünschen wir uns von ihm noch mehr Impulse nach vorne. Wir haben darüber auch schon gesprochen. Philipp Ströming hat ebenfalls nie enttäuscht. Leider ist er etwas anfällig, hat aber Super-Perspektiven. Björn Kastner hatte lange mit den Folgen seiner schweren Verletzung zu kämpfen. Christian Olsiewski hat bisher zwar noch nicht so häufig gespielt, doch ich bin auch mit ihm sehr zufrieden, wie er im Training arbeitet. Er ist willig und nimmt an, was man ihm sagt. Owe Suhn hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten schließlich auch als sicherer Rückhalt erwiesen und geht als Nummer eins in die Rückrunde."

Auffällig ist beim TSV Altenholz, dass es vor heimischem Publikum nicht so recht laufen will: Der TSV Altenholz hat auf fremden Plätzen bisher - bei der identischen Anzahl an Spielen - drei Punkte mehr geholt als im heimischen Stadion. Während der TSV damit in der Auswärtstabelle im Mittelfeld rangiert, liegt er in der Heimtabelle auf einem Abstiegsrang. "Wir hatten aber auch die meisten der Top-Gegner zu Hause", relativiert Witt, der sich noch während der Hinrunde zu einem Taktikwechsel genötigt sah. So vollzog das Trainer-Duo des TSV einen Schnitt und nahm Abschied von der (von Witt bevorzugten) offensiven Ausrichtung und verstärkte fortan die (von Co-Trainer Stefan Büning bevorzugte) Defensive. Dies sorgte dafür, dass die Mannschaft sich stabilisierte. "Daran werden wir auch in der Rückrunde festhalten", sagt Witt. "Torsicherung geht zwar mit beiden Systemen. Wir setzen aber weiter auf unser 4-5-1 oder 4-2-3-1."

War der TSV in der Vorsaison, als die Mannschaft die überlegener Meister der Verbandsliga Nord-Ost wurde, noch gefürchtet ob seiner Torgefährlichkeit, steckte im bisherigen Saisonverlauf der Wurm drin. Verbandsliga-Torschützenkönig Kevin Link erzielte bisher erst fünf Treffer. Comebacker Björn Kastner stieg erst Mitte der Hinrunde wieder ein und hatte noch mit den Folgen seiner schweren Verletzung zu kämpfen. Er war nur zweimal erfolgreich. "Kevin ist momentan in einem Alter, wo er auch durch Beruf und Freundin etwas abgelenkt ist. Das ist völlig normal. Und Björn Kastner ist wieder im Kommen. Da bin ich für die Rückrunde optimistisch", sagt Witt.

Apropos Verletzungen: Gerade für einen Aufsteiger ist es immer schwer, wenn sich Stammspieler verletzen. Die Altenholzer traf es diesbezüglich besonders hart. Teilweise fehlte die halbe Aufstiegsmannschaft. Witt: "Ich hoffe, dass uns zum Rückrunden-Auftakt alle wieder zur Verfügung stehen werden. Lediglich bei Christopher Leonhardt, der wegen eines Hörsturzes in der Klinik behandelt werden musste, müssen wir noch etwas vorsichtig sein."

Mit Franko Milbradt (TSV Klausdorf) hat sich noch ein Offensiv-Akteur dem TSV angeschlossen, und vom TSV Schilksee kam Torhüter Patrick Borger - Abgänge gibt es nicht.

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