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Ex-Trainer des HSV : Wird Bruno Labbadia Werder Bremens Retter?

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Aus der Onlineredaktion

Alexander Nouri gilt als angezählt. Jetzt gibt es Spekulationen, ob Bruno Labbadia sein Nachfolger wird.

Bremen/Hamburg | Der SV Werder Bremen kommt nicht raus aus dem Abstiegsstrudel. Sportdirektor Frank Baumann gibt Trainer Alexander Nouri (37) keine Garantien mehr. Er vermisste zuletzt vor allem dem Siegeswillen bei den Grünweißen, sagt er. Der Bedarf nach einem erfahrenen Feuerwehrmann wächst bei Tabellen 16. mit jeder Niederlage. Davon gab es zuletzt vier in Folge. Laut „Bild“ hat man sich in Bremen bereits auf die Suche gemacht.

Trotz großer Verstärkungen wie Serge Gnabry, Max Kruse oder im Winter Thomas Delaney fehlen den Bremern bereits drei Punkte zum rettenden Ufer und nur ein Punkt trennt sie von Rang 17.

Das Spiel in Samstag in Mainz könnte ein Entscheidungsspiel sein für Nouri, der im Herbst Viktor Skripnik beerbt hatte. Angesichts der Situation fährt man bereits am Donnerstag ins Trainingslager, wo man an der Psyche arbeiten will. Auf die Frage der „Bild“, was im Falle einer Niederlage passiere, sagte Baumann: „Wir gehen davon aus, dass wir gewinnen.“ Und er bemüht die Tugenden des Abstiegskampfes: „Entschlossenheit, Cleverness, Verbissenheit“, denn „nur mit nett halten wir die Klasse nicht“.

Als möglicher Nachfolger im Falle einer Entlassung Nouris wird Bruno Labbadia gehandelt. Baumann dementiert aber, dass es bereits Gespräche mit Kandidaten gegeben hat. Labbadia, der zwischen 1996 und 1998 als Stürmer für Werder auflief, eilt der Ruf voraus, eine Mannschaft kurzfristig auf die Erfolgsspur bringen zu können. Zuletzt hatte er den Hamburger SV trainiert und vor dem Abstieg gerettet. Am 25. September 2016 musste er seinen Platz nach einem schwachen Saisonstart räumen.

Labbadia gilt nicht nur aufgrund seiner Erfahrung in solchen Situationen als geeigter Kandidat. Da er in Hamburg lebt, müsste er bei einem Engagement auch nicht seinen Wohnsitz verlegen. Ein kurzfristigen Vertragsangebot des VfL Wolfsburg – damals auf Platz 16 – soll der 51-Jährige im November allerdings abgelehnt haben haben, da er kein Feuerwehrmann sein will.

Noch sind es allerdings nur Namen, die durch die Medien purzeln. Dazu gehören Andreas Herzog und Holger Stanislawski sowie die Werder-Legende Thomas Schaaf. Stanislawski, der eigentlich bei jeder freiwerdeneden Trainerstelle ins Spiel gebracht wird, betreibt in Hamburg einen Supermarkt und lehnte im Winter ein Angebot von Darmstadt 98 ab. Mit dem Trainergeschäft hat er zwar noch nicht abgeschlossen, doch die große Motivation für eine komplizierte Aufgabe versprüht der frühere Hoffenheim-Coach offenbar nicht.

Herzog war Assistent des entlassenen US-Trainers Jürgen Klinsmann, es wurde bislang aber erwartet, dass er nach Österreich zurückkehrt und bei einem Wiener Club in der sportlichen Führung unterkommt. Für den Abstiegskampf fehlt ihm die Erfahrung als Cheftrainer.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 10:47 Uhr

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