Wichtiger Sieg beim Schlusslicht

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18. März 2013, 08:05 Uhr

Mit ihrem 25:21 (13:12)- Auswärtserfolg im Keller-Duell bei der SG Leutershausen setzte Zweitliga-Aufsteiger SV Henstedt-Ulzburg ein Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt. "Wir leben noch", schrie Abwehrchef Nico Kibat seinen Kollegen schon eine Minute vor dem Schlusspfiff aufmunternd zu.

In der Heinrich Beck Halle, der Heimat der "Roten Teufel", wie sich die Zweitliga-Handballer der SGL nennen, war es in der zweiten Halbzeit sehr ruhig geblieben. Dass die Fans nur selten "Feuer in der Hölle entfachten, lag vor allem an der aufopferungsvollen Abwehrarbeit der Nordlichter. Hinter der Defensivreihe, die aggressiv und auf schnellen Beinen die Angriffsbemühungen der Badenser meist im Keim erstickte und nicht selten nur Würfe unter Zeitnot zuließ, stand mit Stephan Hampel ein Meister seines Fachs zwischen den Pfosten, der mit 16 Paraden die Gastgeber entnervte und eine Reihe "freier Bälle" parieren konnte.

Schon nach fünf Minuten führten die Gäste, die erst am Spieltag mit dem Bus 600 Kilometer angereist waren, mit 4:1. Doch der Vorsprung schmolz ebenso schnell, wie er heraus geworfen wurde, weil Leutershausen mit gefährlichen Gegenstößen Fehlwürfe der Gäste beantwortete. Ausgerechnet in Unterzahl - als Jan Wrage für einen Nasenstüber bei der Blockarbeit - auf die Strafbank geschickt worden war, warfen Nico Kibat und Tim-Philip Jurgeleit per Gegenstoß eine 12:10-Führung heraus. (24.).

Fortan diktierten die Nordlichter das Geschehen. Waren es vor dem Wechsel vor allem Kibat und Rückraumspieler Tim Völzke, die Akzente setzten, vollendeten nach der Pause die eingewechselten Maik Makowka und Julian Lauenroth die in der Defensive geschlossene Mannschaftsleistung der SVHU-"Frogs" Das Linkshänder-Duo erzielte insgesamt acht Treffer und machte in den letzten zehn Minuten den Unterschied aus. Während die Teufel am Abwehr-Bollwerk der Schleswig-Holsteiner und Keeper Hampel verzweifelten, spielten die SVHU-Akteure ihre beiden treffsicheren Mitspieler immer wieder frei.

Auf dem Spielfeld tanzten deshalb die "Frogs" verdientermaßen den Jubelkreis. Wer auf der siebenstündigen Rückfahrt im Bus allerdings eine ausgelassene Feierstimmung erwartet hatte, sah sich getäuscht. "Die beiden Punkte geben Hoffnung und vor allem Selbstvertrauen. Doch bis zum Klassenerhalt ist es noch ein langer Weg. Diese Leistung müssen wir jetzt Woche für Woche bringen", sagte der unter der Woche schon mit einem optimistischen Interview für Optimismus sorgende Trainer Tobias Skerka. "Auch wenn die Lage immer noch brenzlig ist, wir packen das."

SG Leutershausen: Hübe, Peribonio - Frietsch, Gunst (2/2), Brehm (1), Müller (3), Forstbauer (2), Ruß (3), Prestel (3), Geppert (5), Engels (2).

SV Henstedt-Ulzburg: Hampel (16 Paraden) - Bastian (1), Pries (2), Kibat (6), Makowka (4), Kohnagel (1), Lang (1), Lauenroth (4), Völzke (3), Jurgeleit (3/1) Thöneböhn.

SR: Hörath/Hofmann (Zirndorf).

Zuschauer: 650.

Zeitstrafen: 3:2.

Siebenmeter: 2/2: 2/1.

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